Überblick
Der Bachelorstudiengang Assyriologie an der Universität Heidelberg widmet sich der vielseitigen Erforschung der antiken Hochkulturen des Alten Orients. Am traditionsreichen Studienort Heidelberg beschäftigen sich die Studierenden intensiv mit den Sprachen, der Geschichte, Religion und Gesellschaft altorientalischer Völker. Das Studium zeichnet sich besonders durch den Zugang zu international bedeutenden Spezialsammlungen und Fachbibliotheken aus.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Als eine der ersten Universitäten Deutschlands hat die Universität Heidelberg die Assyriologie (Altorientalistik) etabliert und bietet dieses grundständige Fach im Bereich Nah- und Mitteloststudien an. Studierende beschäftigen sich mit den ersten Hochkulturen des Alten Orients – darunter Sumerer, Babylonier, Assyrer und Hethiter – sowie mit deren Sprachen, Geschichte, Religion, Literatur, Recht und Gesellschaft. Der Studiengang steht in verschiedenen Abschlussvarianten (Bachelor 25%, 50% und 75%) zur Verfügung.
Studieninhalte & Module
Der meisterhafte Schlüssel zu den altorientalischen Kulturen ist die Erforschung der Keilschrift. Die Kerninhalte gliedern sich wie folgt:
- Keilschriftsysteme und Schriftgeschichte: Erforschung von Tontafeln und der Entwicklung der Keilschrift vom 4. Jahrtausend v. Chr. bis zur Zeitwende.
- Altorientalische Sprachen: Philologische Beschäftigung mit Sprachen wie Sumerisch und Akkadisch (Mesopotamien), Hethitisch (Anatolien) sowie Elamisch (Iran).
- Kultur- und Geistesgeschichte: Analyse von Geschichte, Wirtschaft, Religion, Wissenschaft, Literatur und Recht der altorientalischen Hochkulturen.
- Kulturelles Erbe: Untersuchung des Einflusses altorientalischer Kulturen auf das griechisch-römische sowie christlich-jüdische Weltbild.
Berufsperspektiven
Da es kein einheitliches Berufsbild gibt, ergeben sich die Berufsmöglichkeiten individuell aus der gewählten Schwerpunktsetzung und den Begleitfächern. In der Regel bereitet das Hauptfachstudium auf eine wissenschaftliche Laufbahn an Universitäten oder Forschungsinstituten vor, wofür meist eine anschließende Promotion erforderlich ist. Außerhalb des Hochschulbereichs finden Absolventinnen und Absolventen Beschäftigung in Museen, Bibliotheken, Stiftungen, Verlagen, im diplomatischen Dienst, bei Medien (Presse, Funk, Fernsehen) oder bei Unternehmen für Studienreisen.
Besonderheiten
Die Abteilung für Assyriologie besteht seit 1894 und verfügt heute über zwei Professuren (Assyriologie sowie Assyriologie mit Schwerpunkt Sumerologie). Den Studierenden stehen eine der weltweit besten Fachbibliotheken für Altorientalistik sowie wissenschaftlich bedeutsame Sammlungen zur Verfügung, darunter die Uruk-Warka-Sammlung mit etwa 2.000 teils noch unerforschten Keilschrifttafeln. Zudem ist das Institut in das Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients eingebunden und steht im direkten Austausch mit der Semitistik und der Islamwissenschaft.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Sprachnachweise: Lesekenntnisse in Englisch und Französisch
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester