Überblick
Der Bachelorstudiengang Religionswissenschaft an der Universität Heidelberg untersucht religiöse Phänomene und gesellschaftliche Sinnangebote aus einer neutralen, kulturwissenschaftlichen Perspektive. Am Standort Heidelberg analysieren Studierende weltweite Glaubenssysteme, moderne Spiritualität sowie historische Entwicklungen. Das Fach lässt sich flexibel mit anderen Disziplinen kombinieren sowie optional in Teilzeit studieren.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Ob im Journalismus, im Diversity Management oder in öffentlichen Beratungseinrichtungen: Der grundständige Bachelor-Studiengang Religionswissenschaft an der Universität Heidelberg bereitet auf vielfältige Berufsfelder vor, in denen das Verstehen komplexer Zusammenhänge von Religion, Kultur und Gesellschaft zentral ist. Aus einer wertungsfreien, kulturwissenschaftlichen Außenperspektive erforschen Studierende religiöse Tradierungen, Spiritualität und zeitgenössische Sinnangebote. Das Studium verknüpft dabei historische Entwicklungen globaler Religionen mit modernen Phänomenen wie der Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz oder dem Transhumanismus.
Studieninhalte & Module
- Theoretische und methodische Grundlagen: Erwerb von Theorien, wissenschaftlichen Analysemethoden und sprachlichen Kompetenzen zur Erforschung religiöser Akteure und sozialer Realitäten.
- Materiale Religion und Praxis: Erforschung von Religion als sinnlich erfahrbares Phänomen über Vorstellungen, Rituale, Gegenstände, körperliche Praktiken und ästhetische Arrangements.
- Regionale Religionsgeschichten: Untersuchung religiöser Gegenwart und ihrer Wechselwirkungen mit Modernisierungsprozessen in Europa, Japan und den USA.
- Aktuelle Transformationen: Auseinandersetzung mit Themen wie globalem Buddhismus, Achtsamkeit, Astrologie, Populärkultur sowie Technologie und Umweltbewegungen.
- Kritische Theorieansätze: Einbezug von Geschlechterforschung, Postkolonialismus, Intersektionalität und Rassismuskritik.
Berufsperspektiven
Für Religionswissenschaftlerinnen und Religionswissenschaftler gibt es kein festes Berufsbild, wodurch sich vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen. Die Expertise ist unter anderem in der Erwachsenenbildung, der Integrationsarbeit, der Ausstellungs- und Kongressorganisation sowie in Museen und kulturellen Einrichtungen gefragt. Weitere Tätigkeitsfelder liegen im Verlagswesen, im Tourismus, in der Politikberatung oder in der akademischen Forschung.
Besonderheiten
- Flexible Abschlussvarianten: Das Studium kann als Bachelor mit einem Fachanteil von 25 %, 50 % oder 75 % belegt werden.
- Interdisziplinäre Vernetzung: Kurse können in verwandten Fächern wie Japanologie, Geschichte, Ethnologie, Archäologie oder Transcultural Studies absolviert werden.
- Mehrsprachigkeit: Lehrveranstaltungen werden auf Deutsch und Englisch angeboten und schaffen ein interkulturelles Lernumfeld.
- Einblick in aktuelle Forschung: Direkter Bezug zu Institutsprojekten, wie dem Blog zu Religion, Technologien und Künstlicher Intelligenz.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Sprachnachweise: Quellen-sprache / empirische Methoden
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester