Überblick
Dieser deutsch-französische Studiengang der Universität zu Köln wird in Kooperation mit der Pariser Sorbonne angeboten und vermittelt eine fundierte juristische Ausbildung in beiden Rechtssystemen. Die Studierenden verbringen jeweils zwei Jahre in Köln sowie in Paris und lernen von Beginn an in einer binationalen Gruppe. Nach acht Semestern erlangen die Absolventen sowohl den Bachelor of Laws als auch die französische Maîtrise en droit.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle des deutschen und französischen Rechts bietet der deutsch-französische Bachelorstudiengang Rechtswissenschaften (Köln/Paris I) eine grundständige, komplett integrierte juristische Ausbildung in zwei Rechtsordnungen. Studierende absolvieren das achtsemestrige Studium mit 240 ECTS-Leistungspunkten und erwerben gleichzeitig den Bachelor of Laws (LL.B.) sowie die französische Maîtrise en droit. Der zulassungsbeschränkte Studiengang startet jeweils zum Wintersemester und wird in deutscher sowie französischer Sprache unterrichtet.
Studieninhalte & Module
Die ersten vier Semester werden an der Universität zu Köln absolviert, gefolgt von weiteren vier Semestern an der Université Panthéon-Sorbonne. Das Curriculum umfasst folgende Kernmodule und Rechtsgebiete:
- Zivilrecht (Köln): BGB AT, Schuldrecht AT, vertragliche und gesetzliche Schuldverhältnisse, Sachenrecht, Arbeitsrecht sowie Handels- und Gesellschaftsrecht
- Strafrecht (Köln): Module Strafrecht I, II und III
- Öffentliches Recht (Köln): Grundrechte, Staatsorganisationsrecht, Verwaltungsrecht AT, Staatsrecht III und Verwaltungsprozessrecht
- Französisches Recht & Grundlagen (Köln): Einführung in das französische Recht (inkl. AG), Terminologiekurs, Grundlagenschein, Praktikum, Zwischenprüfungshausarbeiten, Studium Integrale sowie die Bachelorarbeit
- Studienphase Paris (Sorbonne): Hauptfächer in Zivilrecht, Schuldrecht, Vertragsrecht, Verwaltungsrecht, Internationalem Privatrecht und Gesellschaftsrecht
- Vertiefungen & Nebenfächer (Paris): Verfassungsrecht, Sachenrecht, Vergleichendes Vergaberecht, Internationales Öffentliches Recht, Strafrecht, Europäisches Recht sowie Wahlfächer (u. a. Arbeitsrecht, Steuerrecht, Internationales Wirtschaftsrecht)
Berufsperspektiven
Das Studium vermittelt vertiefte Kenntnisse in zwei europäischen Rechtsordnungen sowie juristische Technik und Berufsbefähigung. Die Absolventinnen und Absolventen schließen ihr Studium mit doppelter Qualifikation – dem Bachelor of Laws und der Maîtrise en droit – ab. Dadurch erwerben sie ein eigenständiges Qualifikationsprofil für grenzüberschreitende juristische Tätigkeiten im deutschen und französischen Rechtsraum.
Besonderheiten
Der Studiengang wurde vor über 35 Jahren als erster deutsch-französischer Studiengang der Rechtswissenschaften ins Leben gerufen. Eine zentrale Besonderheit ist der gemeinsame Verlauf: Eine Gruppe aus 30 deutschen und 30 französischen Studierenden studiert vier Jahre lang durchgehend zusammen – die ersten zwei Jahre in Köln und die darauffolgenden zwei Jahre in Paris.
Zulassung & Voraussetzungen
Auswahlverfahren/Eignungsprüfung
Fachsprachliche Französisch-Kenntnisse (Leistungskursniveau). Studiengangspezifisches Eignungsverfahren; bei der Vorbereitung ist die regelmäßige Lektüre französischer Zeitungen hilfreich und sinnvoll (etwa Le Monde, Les Echos oder Le Figaro).
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester