Überblick
Das Studium der Lebensmittelchemie mit dem Abschluss Staatsexamen an der TU Dresden verbindet klassische naturwissenschaftliche Chemie mit spezifischem Wissen über Nahrungsmittel und Verbrauchergüter. Studierende im sächsischen Dresden erforschen molekulare Strukturen sowie biochemische Prozesse, um die Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln tiefgreifend zu bewerten. Eine Besonderheit des Studiengangs ist die Möglichkeit, auf Antrag zusätzlich den akademischen Grad Diplom zu erlangen.
Studieninhalte
Über den Studiengang
In der Praxis wenden Absolventinnen und Absolventen chemische, biochemische und mikrobiologische Analysenmethoden an, um die Qualität von Lebensmitteln zu optimieren und Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren sowie Täuschung zu schützen. Das interdisziplinäre Direktstudium an der TU Dresden umfasst eine Regelstudienzeit von 9 Semestern und führt zum Abschluss Staatsprüfung (Staatsexamen). Auf Antrag kann den Studierenden zusätzlich der Diplomgrad verliehen werden.
Studieninhalte & Module
Das Studium gliedert sich in ein viersemestriges Grundstudium und ein fünfsemestriges Hauptstudium, in dem Kernmodule und Spezialgebiete vermittelt werden:
- Grundstudium: Anorganische Chemie, Organische Chemie, Physikalische Chemie, Analytische Chemie, Physik, Mathematik, Allgemeine Biologie, Informatik sowie Recht und Toxikologie.
- Lebensmittelchemie & -analytik: Gewinnung, Beschaffenheit, Zusammensetzung und physikalisch-chemische Eigenschaften von Lebensmitteln pflanzlicher und tierischer Herkunft sowie Lebensmitteltechnologie.
- Verwandte Erzeugnisse: Chemie und Analytik der Bedarfsgegenstände, der kosmetischen Mittel sowie der Futtermittel.
- Begleitende Fachgebiete: Lebensmittelmikrobiologie, Ernährungslehre und angewandte Biochemie, Lebensmitteltoxikologie und Umweltanalytik, Sensorik und Warenkunde sowie Lebensmittelrecht und -hygiene.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen arbeiten an der Schnittstelle von Chemie, Biologie und Recht, um Maßstäbe zur Qualitäts- und Sicherheitsbeurteilung von Lebensmitteln, Kosmetika und Bedarfsgegenständen zu entwickeln. Sie finden Einsatzmöglichkeiten in der Lebensmittelindustrie zur Optimierung von Produkten sowie im Bereich des Verbraucherschutzes. Dabei wenden sie moderne Analytikverfahren und lebensmittelrechtliche Vorschriften eigenständig an.
Besonderheiten
Das Studium beinhaltet das Ablegen der Sachkenntnisprüfung gemäß Chemikalienverbotsordnung im Grundstudium. Neben einer praxisnahen Ausbildung mit Exkursionen zu lebensmittelproduzierenden Betrieben lässt sich das Fach durch wählbare Lehrveranstaltungen aus den Geistes-, Sozial-, Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften ergänzen.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester