Überblick
Der Studiengang Geschichte für das Lehramt an Förderschulen an der Justus-Liebig-Universität Gießen bereitet angehende Lehrkräfte auf die pädagogische Arbeit in inklusiven und förderpädagogischen Schulumfeldern vor. Das neunsestrige Studium schließt mit dem Ersten Staatsexamen ab und vermittelt neben historischen Fachkenntnissen eine fundierte sonderpädagogische Qualifikation. Absolvierende erwerben damit die Berechtigung für den Unterricht an Förderschulen sowie weiteren Regelschulformen.
Studieninhalte
Alleinstellungsmerkmal: Das Studium verbindet eine umfassende sonderpädagogische Qualifikation in zwei frei wählbaren Förderschwerpunkten mit dem fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Profil des Unterrichtsfachs Geschichte sowie intensiv begleiteten Praxisphasen für den inklusiven Schuldienst.
Über den Studiengang
Das Studium „Lehramt für Förderpädagogik“ mit dem Unterrichtsfach Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) führt in einer Regelstudienzeit von 9 Semestern (240 LP) zur Ersten Staatsprüfung. Es bereitet zielgerichtet auf den Unterricht an Förderschulen, in Beratungs- und Förderzentren sowie auf den inklusiven Unterricht an Regelschulen vor. Der Studiengang ist zulassungsfrei, beginnt im Wintersemester und setzt die Allgemeine Hochschulreife voraus.
Studieninhalte & Module
Das Studium gliedert sich in mehrere Verbundbereiche, die parallel absolviert werden:
- Unterrichtsfach Geschichte: Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Module des gewählten Faches.
- Sonderpädagogische Fachrichtungen: Wahl von zwei Förderschwerpunkten aus den Bereichen Lernen, geistige Entwicklung, Sprachheilförderung oder emotionale und soziale Entwicklung (letztere nur als zweiter Förderschwerpunkt wählbar).
- Bildungswissenschaften: Interdisziplinäre Module aus Erziehungswissenschaft, Politikwissenschaft, Psychologie und Soziologie (u. a. Lern- und Erziehungstheorien, Grundlagen der Demokratie).
- Praxisphasen: Ein semesterbegleitendes Grundpraktikum, ein integriertes Praxissemester an einer Schule sowie ein nachzuweisendes Betriebspraktikum.
Berufsperspektiven
Die Erste Staatsprüfung bildet den ersten Teil der Lehrkräftebildung und berechtigt zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst (Referendariat), der mit der Zweiten Staatsprüfung für die Einstellung in den Schuldienst abschließt. Neben dem Schuldienst eröffnet der Abschluss die Möglichkeit zur Promotion sowie über Erweiterungs- und Zusatzprüfungen den Erwerb weiterer Lehrbefähigungen für andere Schulformen oder Unterrichtsfächer.
Besonderheiten
Die akademische Lehrkräftebildung stellt einen ausgewiesenen Schwerpunktsbereich der Universität Gießen dar, die Studiengänge für alle Schulformen anbietet. Der Studiengang weist keinen Numerus Clausus (NC) auf; eine Zulassung mit Fachhochschulreife ist an der JLU für dieses Lehramtsstudium jedoch nicht möglich.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Zulassungsvoraussetzung für die Lehramtsstudiengänge mit dem Abschluss 'Erste Staatsprüfung' ist die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung (NICHT Fachhochschulreife).
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester