Überblick
Der Studiengang Lehramt für Sonderpädagogik an der LMU München bereitet Studierende auf die professionelle Förderung von Kindern und Jugendlichen mit speziellem Unterstützungsbedarf vor. Das Studium schließt mit dem Staatsexamen ab und kombiniert Didaktiken der Grund- oder Mittelschule mit zwei wählbaren sonderpädagogischen Fachrichtungen. Angehende Lehrkräfte erwerben hierbei sowohl theoretische Grundlagen als auch praxisnahe Kompetenzen für den inklusiven Schulalltag.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Als künftige Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen erwerben Studierende an der LMU München die Qualifikation für den Schuldienst an Förderschulen sowie für inklusive Bildungssettings. Eine wesentliche Besonderheit bildet die Verknüpfung von zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen mit der Didaktik der Grundschule oder der Mittelschule. Das Studienmodell verbindet ein vertieftes Hauptfach mit einem ergänzenden Qualifizierungsstudium zur Abdeckung verschiedener Förderbedürfnisse.
Studieninhalte & Module
Die akademische Ausbildung gliedert sich in fachrichtungsbezogene, didaktische und erziehungswissenschaftliche Bausteine:
- Sonderpädagogische Fachrichtungen: Kombination aus einem vertieften Fach (90 ECTS-Punkte) und einem Qualifizierungsstudium (30 ECTS-Punkte). Zur Auswahl stehen Pädagogik bei geistiger Behinderung, Lernbehindertenpädagogik, Sprachheilpädagogik, Pädagogik bei Verhaltensstörungen sowie Gehörlosen-/Schwerhörigenpädagogik.
- Didaktik der Grundschule oder Mittelschule: Wahlweise Grundschulpädagogik und -didaktik (36 ECTS) mit drei Didaktikfächern (je 12 ECTS) oder Mittelschulpädagogik und -didaktik (9 ECTS) mit drei Didaktikfächern (je 21 ECTS; z. B. Deutsch, Mathematik, Kunst, Musik, Sport, Evangelische oder Katholische Religionslehre).
- Erziehungswissenschaftliches Studium (EWS): Module in Allgemeiner Pädagogik, Schulpädagogik und Psychologie.
- Gesellschaftswissenschaften & Philosophie/Theologie: Studienanteile aus Politik, Soziologie oder Volkskunde sowie Philosophie oder Theologie.
- Basisqualifikationen: Erforderliche Nachweise in den Fächern Sport, Musik und Kunst bei der Belegung der Grundschuldidaktik.
Berufsperspektiven
Die Ausbildung bereitet zielgerichtet auf das Lehramt an Förderschulen und die Erste Staatsprüfung in Bayern vor. Durch die Spezialisierung auf zwei Fachrichtungen steht Absolventinnen und Absolventen ein breites Betätigungsfeld in der schulischen Sonderpädagogik offen.
- Lehramt an Förderschulen (z. B. mit Schwerpunkten Lernen, Sprache, Verhalten oder geistige Entwicklung)
- Sonderpädagogische Förderung und Inklusionsarbeit an Grund- und Mittelschulen
Besonderheiten
Im Studienverlauf sind mehrere verpflichtende Praxisphasen integriert, darunter ein Orientierungspraktikum, ein Betriebspraktikum, ein Schulpraktikum sowie studienbegleitende Praktika. Wer die Fachrichtungen Gehörlosen- oder Schwerhörigenpädagogik wählen möchte, steigt über den Bachelorstudiengang „Prävention, Inklusion und Rehabilitation“ (PIR) ein. Die Regelstudienzeit beträgt neun Semester, kann jedoch im Rahmen eines Erweiterungsstudiums auf elf Semester angepasst werden.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester