Überblick
An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle (Saale) vermittelt das Staatsexamensstudium der Medizin umfassende fachliche sowie praktisch-klinische Kompetenzen für eine eigenverantwortliche ärztliche Tätigkeit. Der Studiengang zeichnet sich durch eine frühzeitige Patientenorientierung und eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis aus. Zudem erhalten die Studierenden bereits früh im Studium Gelegenheiten zur aktiven Mitwirkung an medizinischen Forschungsprojekten.
Studieninhalte
Das Medizinstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zeichnet sich durch eine zum frühestmöglichen Zeitpunkt einsetzende klinisch-praktische Ausbildung sowie die Option aus, sich bei entsprechendem Interesse bereits während des Studiums dem wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen. Der grundständige Vollzeitstudiengang führt in einer Regelstudienzeit von 12 Semestern zum Staatsexamen und startet jeweils im Wintersemester. Ziel der Ausbildung ist der wissenschaftlich und praktisch geschulte Arzt, der zur eigenverantwortlichen und selbständigen Berufsausübung befähigt ist.
Studieninhalte & Module
Die Struktur des nichtmodularisierten Studiums richtet sich nach der Approbationsordnung für Ärzte und gliedert sich wie folgt:
- Erster Studienabschnitt (Vorklinisches Studium, 4 Semester): Vermittlung naturwissenschaftlicher und theoretischer Grundlagen. Zu den Kernveranstaltungen gehören Praktika und Kurse in Physik, Chemie, Biologie, Physiologie, Biochemie/Molekularbiologie, Makroskopischer und Mikroskopischer Anatomie sowie Medizinischer Psychologie und Soziologie. Ergänzt wird dies durch die Einführung in die Klinische Medizin, Berufsfelderkundung und Terminologie. Ein dreimonatiger Krankenpflegedienst sowie ein Erste-Hilfe-Kurs sind nachzuweisen. Der Abschnitt schließt mit dem 1. Staatsexamen ab.
- Zweiter Studienabschnitt (Klinisches Studium, 6 Semester): Patienten- und praxisnahe Ausbildung in Fächern wie Allgemeinmedizin, Chirurgie, Innere Medizin, Kinderheilkunde, Frauenheilkunde, Neurologie und Rechtsmedizin. Hinzu kommen fächerübergreifende Leistungsnachweise, Querschnittsbereiche (z. B. Notfallmedizin, Infektiologie, Schmerzmedizin, Ethik) und Blockpraktika.
- Praktisches Jahr: Dritter Studienabschnitt zur praktischen Vertiefung der Kenntnisse im Klinikalltag, gefolgt vom 2. und 3. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung.
Berufsperspektiven
Der erfolgreiche Abschluss des Staatsexamens vermittelt die grundlegenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine umfassende Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Er berechtigt zur eigenverantwortlichen und selbständigen ärztlichen Berufsausübung in Kliniken, Praxen oder anderen Gesundheitseinrichtungen. Darüber hinaus qualifiziert das Studium für die fachärztliche Weiterbildung sowie für eine wissenschaftliche Laufbahn in der medizinischen Forschung.
Besonderheiten
- Starke Praxisorientierung: Durch eine Verflechtung von vorklinischen und klinischen Inhalten werden Studierende frühzeitig auf den Stationen am Krankenbett in den Klinikalltag einbezogen.
- Fächerübergreifende Lehre: Die theoretischen Inhalte werden auf medizinisch relevante Aspekte konzentriert und größtenteils fächerübergreifend vermittelt.
- Zugang ohne Hochschulreife: Ein Studium ist unter bestimmten fachspezifischen Voraussetzungen auch ohne Abitur möglich.
Zulassung & Voraussetzungen
bundesweite Zulassungsbeschränkung
Ohne fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester