Überblick
Der Modellstudiengang Medizin an der RWTH Aachen zeichnet sich durch die frühzeitige Verknüpfung von theoretischen Grundlagen und klinischer Praxis ab dem ersten Semester aus. Statt der klassischen Trennung zwischen Vorklinik und Klinik erleben Studierende in Aachen eine fächerübergreifende, organorientierte Ausbildung. Ziel des 13 Semester umfassenden Staatsexamensstudiums ist eine praxisnahe und zugleich wissenschaftlich fundierte Vorbereitung auf die ärztliche Tätigkeit.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle von Vorklinik und Klinik verzahnt der Modellstudiengang Medizin an der RWTH Aachen theoretische Grundlagen und ärztliche Praxis konsequent ab dem ersten Semester. Das 13 Semester umfassende Studium mit dem Abschluss Staatsexamen ersetzt den traditionellen fachzentrierten Unterricht durch eine organzentrierte, interdisziplinäre Lehre. Durch den frühen Patientenkontakt lernen Studierende von Beginn an, medizinisches Wissen direkt im Gesamtzusammenhang von Diagnostik und Therapie anzuwenden.
Studieninhalte & Module
Die Struktur des Studiums gliedert sich in folgende Abschnitte und Lernformen:
- Semester 1–2: Einführungswochen (Hygiene, Erste Hilfe, Notfallmedizin), Angleichung naturwissenschaftlicher Grundlagen, Zellbiologie, Einführung in grundlegende Organsysteme und psychische Störungen.
- Semester 3–6: Interdisziplinärer Unterricht zu einzelnen Organsystemen (Bau, Funktion, Krankheitsentstehung), Untersuchungskurse und Start der Wahlpflichtveranstaltungen; Abschluss mit der Ärztlichen Basisprüfung (Erster Abschnitt der Ärztlichen Prüfung).
- Semester 7–10: Klinische Blockpraktika, Training praktischer, diagnostischer und therapeutischer Fertigkeiten am Krankenbett, diagnoseorientierte Vorlesungen sowie Option auf ein Wahl-Freisemester (z. B. für Forschung, Dissertation oder Auslandsaufenthalt); Abschluss mit dem Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung.
- Semester 11–12: Praktisches Jahr (PJ) mit jeweils viermonatigen Abschnitten in der Chirurgie, der Inneren Medizin sowie in einem Wahlfach oder der Allgemeinmedizin; Abschluss mit dem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (mündliche Prüfung).
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen werden auf die direkte ärztliche Tätigkeit in Diagnostik und Therapie vorbereitet. Durch die frühzeitige Vermittlung wissenschaftlicher Methoden und Konzepte befähigt das Studium zudem dazu, neue Forschungserkenntnisse zu gewinnen und theoretisches Wissen effizient in die Praxis umzusetzen. Die gewählten Schwerpunktsetzungen können zudem als Grundstein für eine spätere wissenschaftliche Tätigkeit dienen.
Besonderheiten
- Modellstudiengang: Seit 2003 bestehendes Studienkonzept zur engen Verknüpfung von vorklinischen und klinischen Inhalten ab Studienbeginn.
- Aixtra-Skillslab: Spezieller Lernbereich zum Praktizieren klinischer Fertigkeiten vor dem Einsatz an Patientinnen und Patienten.
- Individuelle Qualifikationsprofile: Rund zehn Prozent des Stundenplans entfallen auf frei wählbare Themenfelder (z. B. Klinische Neurowissenschaften, Notfallmedizin, Medizin und Ethik oder Medizin und Technik).
- Problemorientierte Lerngruppen: Neue Lehr- und Lernformen in Kombination mit klassischen Praktika und Systemvorlesungen.
Zulassung & Voraussetzungen
bundesweite Zulassungsbeschränkung
Stiftung für Hochschulzulassung-Zulassung 1. -10. Semester
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester