Überblick
Der interdisziplinäre Masterstudiengang Medizin – Ethik – Recht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle (Saale) ist bundesweit einmalig und verbindet drei zentral relevante Disziplinen. Studierende beleuchten aktuelle Herausforderungen an der Schnittstelle von medizinischem Fortschritt, juristischen Rahmenbedingungen und ethischen Fragestellungen. Das Studium qualifiziert für anspruchsvolle Tätigkeiten im Gesundheitswesen, in der Politik sowie in Wissenschaft und Forschung.
Studieninhalte
Wie lassen sich drängende gesellschaftliche Fragen der modernen Medizin – von der Zuteilung knapper Ressourcen über die Genom-Medizin bis hin zum Sterben in Würde – ethisch begründen und rechtlich gestalten?
Über den Studiengang
Der konsekutive Masterstudiengang Medizin – Ethik – Recht (M. mel.) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vermittelt vertiefte Kenntnisse an den Schnittpunkten der drei titelgebenden Disziplinen. Das viersemestrige Vollzeitstudium umfasst 120 LP, startet jeweils zum Sommersemester und wird von der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Kooperation mit dem Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrum Medizin-Ethik-Recht angeboten. Je nach Erststudium werden die Studierenden einer medizinischen, ethischen oder juristischen Qualifikationsgruppe zugeordnet, was unter anderem die Ausgestaltung des Praktikums steuert.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum kombiniert die Vermittlung theoretischer Grundlagen mit einer umfassenden Praxisphase und vertiefenden Wahlpflichtbereichen:
- Qualifikationsgruppenspezifische Einführung (5 LP)
- Gesundheitsbezogene Forschung (5 LP)
- Medizin- und Gesundheitsrecht (5 LP)
- Rechtsmedizin (5 LP)
- Einführungsmodul Praktische Philosophie (5 LP)
- Pflichtpraktikum (30 LP)
- Wahlpflichtbereich Vertiefung: Module aus den drei Bereichen Medizin, Ethik und Recht (jeweils 15 LP, insgesamt 45 LP)
- Abschlussmodul: Masterarbeit (20 LP)
Berufsperspektiven
Die Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für spezialisierte Tätigkeiten in der Anwaltschaft mit Schwerpunkten im Medizin-, Arzthaftungs- oder Pharmarecht sowie für Referententätigkeiten bei Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen oder im Gemeinsamen Bundesausschuss. Darüber hinaus eröffnen sich Beschäftigungsfelder in Ethikkommissionen, bei Bundes- und Landesärztekammern, Wohlfahrtsverbänden oder in Universitäten und Forschungsinstituten. Der Abschluss bietet zudem eine solide Grundlage für eine anschließende fachübergreifende Promotion.
Besonderheiten
- Einzigartigkeit: Das Studienangebot in dieser interdisziplinären Form ist deutschlandweit einmalig.
- Dienstagskolloquium: Regelmäßige Vorträge mit prominenten Expertinnen und Experten aus der Praxis (z. B. Lothar Wieler) sowie Alumni.
- Alumni-Netzwerk: Aktiver Absolventenverein (meris e. V.) mit einer eigenen Fachzeitschrift für Medizin-Ethik-Recht.
- Studienbedingungen: Studium in kleinen Gruppen mit hohem Praxisbezug und optimalem Betreuungsschlüssel.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Mit fachspezifischen Zulassungsvoraussetzungen
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Sommersemester