Überblick
Der Studiengang Pflege an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg verbindet eine wissenschaftliche Ausbildung mit direkter klinischer Praxis. Das Studium in Regensburg bereitet auf die eigenständige Steuerung hochkomplexer Pflegeprozesse sowie auf erweiterte heilkundliche Aufgaben vor. Absolventinnen und Absolventen erhalten neben dem akademischen Grad Bachelor of Science zugleich die staatliche Zulassung zur Pflegefachperson.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle von Pflegewissenschaft, klinischer Praxis und biomedizinischen Grundlagen vermittelt dieses Bildungsangebot ein hochqualifiziertes Profil für die evidenzbasierte Versorgung von Menschen aller Altersstufen. Der dual strukturierte Ausbildungsweg führt zeitgleich zum akademischen Grad Bachelor of Science und zur staatlichen Berufszulassung als Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann. Ein zentrales Merkmal ist die gesetzlich verankerte Qualifizierung für die eigenverantwortliche Ausübung erweiterter heilkundlicher Aufgaben nach ärztlicher Erstdiagnose.
Studieninhalte & Module
Die fachliche Ausbildung gliedert sich in wissenschaftliche, klinische und bezugswissenschaftliche Schwerpunkte:
- Pflegewissenschaft und Forschungsmethodik: Evidenzbasierte Praxis, wissenschaftliches Arbeiten und die pflegewissenschaftliche Entscheidungsfindung.
- Klinische Pflegeexpertise: Steuerung komplexer Pflegeprozesse und vertiefte Pflegepraxis in allen Versorgungssettings.
- Erweiterte heilkundliche Kompetenzen: Eigenständige Diagnostik, Therapie und Versorgungssteuerung in den Fokusbereichen diabetische Stoffwechsellage, chronische Wunden sowie Demenz.
- Biomedizinische Grundlagen: Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre als Basis für das Erkennen klinischer Veränderungen.
- Bezugswissenschaften: Gezielte Inhalte aus Psychologie, Soziologie, Recht, Pädagogik, Ethik und Interkulturalität.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen übernehmen als klinische Expertinnen und Experten die Steuerung hochkomplexer Pflegesituationen und bringen eine wissenschaftliche Perspektive in multiprofessionelle Teams ein. Durch die heilkundliche Zusatzqualifikation steuern sie eigenverantwortlich Therapieverläufe in spezialisierten Versorgungsfeldern.
Typische Einsatzbereiche umfassen:
- Stationäre Akutpflege (Krankenhäuser) und stationäre Langzeitpflege (Pflegeheime)
- Ambulante Pflegedienste, Pädiatrie und Psychiatrie
- Spezialisierte Felder wie Rehabilitation, Palliativpflege oder pflegerische Beratungsstellen
Besonderheiten
- Duale Praxisstruktur mit Vergütung: Mindestens 2.100 Praxisstunden werden über einen Ausbildungsvertrag mit einer Kooperationseinrichtung absolviert, der eine monatliche Vergütung (ca. 1.600 € bis 1.700 €) beinhaltet.
- Simulation und Technologie: Praktische Fertigkeiten werden in Skills Labs an Simulationsmodellen sowie am virtuellen 3D-Seziertisch Anatomage trainiert.
- Vorpraktikum: Bis zum Ende des 4. Semesters ist der Nachweis einer einschlägigen praktischen Tätigkeit im Umfang von 200 Stunden erforderlich.
- Qualitätsnachweis: Das Studienangebot belegt Spitzenwerte im CHE-Ranking.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
- Nachweis der persönlichen und gesundheitlichen Eignung
- Ausbildungsvertrag mit einem Kooperationspartner
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester