Überblick
Der Masterstudiengang „Bionik: Mobile Systeme“ an der Hochschule Bremen verbindet biologische Funktionsprinzipien mit ingenieurwissenschaftlichen Innovationen. Am Standort Bremen ergründen Studierende die Lokomotion von Lebewesen, um moderne und zukunftsfähige Fortbewegungstechnologien zu gestalten. Der Studiengang schlägt somit eine direkte Brücke zwischen Naturwissenschaft, Strömungslehre und technischer Entwicklung.
Studieninhalte
Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs „Bionik: Mobile Systeme“ arbeiten an der Schnittstelle von Biologie und Ingenieurwissenschaften und entwickeln beispielsweise innovative Unterwasserroboter, medizintechnische Systeme oder effiziente bionische Antriebskonzepte in Forschung und Industrie. Der dreisemestrige Master of Science an der Hochschule Bremen vermittelt ein breites Methodenspektrum zur Analyse biologischer Bewegungssysteme und deren Übertragung auf moderne Mobilitätslösungen. Studierende untersuchen die Prinzipien tierischer Lokomotion – wie Laufen, Schwimmen und Fliegen – und verknüpfen experimentelle Methoden mit modernen Simulationstechniken.
Studieninhalte & Module
Das Studium verbindet Biologie, Physik und Ingenieurwissenschaften zur Entwicklung bioinspirierter Prototypen:
- Biomechanik und Lokomotion: Erfassung, physikalische Beschreibung und neurobiologische Grundlagen biologischer Bewegungsabläufe zu Lande, in der Luft und im Wasser.
- Strömungsmechanik: Aero- und Hydrodynamik des Fliegens und Schwimmens, einschließlich Auftrieb, Widerstand und instationärer Effekte.
- Simulationstechnik: Numerische Strömungssimulation mittels Computational Fluid Dynamics (CFD) sowie Mehrkörpersimulationen (MKS).
- Entwicklungsprojekt: Interdisziplinäre Teamarbeit zur Entwicklung bionischer Lösungen von der Idee über CAD und Simulation bis zum Prototypen.
- Wissenschaftliches Arbeiten: Methodische Kompetenzen in Hypothesenformulierung, Kreativitätstechniken, Datenanalyse und Technikfolgenabschätzung.
Berufsperspektiven
Die Absolventinnen und Absolventen sind für anspruchsvolle Entwicklungsaufgaben in Zukunftsbranchen wie der Robotik, der Medizintechnik oder der Fahrzeug- und Strömungstechnik qualifiziert. Die Tätigkeitsfelder erstrecken sich von der angewandten Industrie- und Produktentwicklung bis hin zur Arbeit in renommierten Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. Durch die fundierte methodische Ausbildung steht den Studierenden auch der Weg in eine anschließende Promotion offen.
Besonderheiten
Der Studiengang bietet Zugang zu spezialisierten Laboren mit moderner Mess- und Analysetechnik wie Bodytracking, Highspeed-Analyse und Digital Particle Velocimetry (DPIV). Die Lehre ist stark praxisorientiert und nutzt Formate wie Challenge Based Learning und Exkursionen. Die abschließende Master-Thesis kann in Kooperation mit externen Partnern aus Forschung und Industrie absolviert werden. Zudem steht das Programm auch qualifizierten Quereinsteigenden aus Fachrichtungen wie dem Maschinenbau, der Schifffahrt oder der Physik offen.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Erster berufsqualifizierender Abschluss in einem einschlägigen Studiengang (Studienanteile in den Bereichen Biologie, Bionik, Informatik, Mechanik, technische Physik, CAD, FEM, z.B. erworben im Studium der Biologie, Bionik, Physik, Mechatronik, Strömungsmechanik, Werkstofftechnik oder des Maschinenbaus), Nachweis erforderlicher Deutschkenntnisse bei BewerberInnen aus dem Ausland
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester