Überblick
Der Masterstudiengang Ur- und frühgeschichtliche Archäologie an der Universität Bamberg bietet eine spezialisierte Ausbildung mit dem Schwerpunkt auf mitteleuropäischer Prähistorie vom Frühneolithikum bis zum Frühmittelalter. Am Standort Bamberg erlernen Studierende praxisnahe Prospektionsmethoden und verknüpfen Theorie mit regionalen Forschungsprojekten, wie etwa in der Nördlichen Frankenalb. Besonderheiten bilden zudem die Wirtschafts- und Montanarchäologie sowie die aktive Einbindung der Experimentellen Archäologie.
Studieninhalte
Alleinstellungsmerkmal: Der Masterstudiengang Ur- und frühgeschichtliche Archäologie an der Universität Bamberg verbindet die intensive Erforschung einer der am besten untersuchten Mittelgebirgsregionen Europas (Nördliche Frankenalb) mit einer ausgeprägten Praxisausbildung in geophysikalischer Prospektion und einer eigenen AG für Experimentelle Archäologie.
Über den Studiengang
Der weiterführende Masterstudiengang „Ur- und frühgeschichtliche Archäologie“ wird an der Universität Bamberg in einem überschaubaren, familiären Fachbereich angeboten. Der zeitliche Fokus liegt auf der Epoche vom Frühneolithikum (ca. 5400 v. Chr.) bis zum Übergang ins Frühmittelalter (ca. 500 n. Chr.) mit regionalem Schwerpunkt auf Mitteleuropa. Das Studium zeichnet sich durch die Verknüpfung von theoretischer Forschung, Montanarchäologie und starkem Praxisbezug im Gelände aus.
Studieninhalte & Module
Die Lehrinhalte umfassen geländearchäologische, geophysikalische und theoretische Schwerpunkte:
- Prähistorie Mitteleuropas: Erforschung von Siedlungen, Höhlen, rituellen Plätzen und der Landschaftsentwicklung.
- Geophysik und Prospektion: Praktischer Einsatz von Magnetik, elektrischer Widerstandsmessung, Georadar, Bohrsondagen, Ausgrabungen und GNSS-Einmessung.
- GIS-Analysen: Anwendung digitaler Geoinformationssysteme in der archäologischen Forschung.
- Wirtschafts- und Montanarchäologie: Untersuchung der frühen Metallgewinnung und -verarbeitung in Mittelgebirgsräumen (z. B. Bayern, Hessen, Luxemburg).
- Experimentelle Archäologie: Theorie und Praxis experimenteller Rekonstruktionen und Verfahren.
Berufsperspektiven
Die fundierte Ausbildung in geophysikalischen Messverfahren, GIS-Analysen und Prospektionsmethoden qualifiziert für praktische Tätigkeiten in der Denkmalpflege und in archäologischen Fachfirmen. Die inhaltliche Vertiefung in Wirtschafts- und Montanarchäologie bereitet zudem auf Spezialaufgaben in Forschungseinrichtungen vor. Wissenschaftlich orientierte Absolventinnen und Absolventen werden gezielt auf eine Weiterqualifikation im akademischen Bereich vorbereitet.
Besonderheiten
Seit 2011 besteht an der Professur die AG „Experimentelle Archäologie“, die regelmäßige Lehrveranstaltungen und Praxisprojekte – beispielsweise zur frühen Eisengewinnung in Kooperation mit externen Partnern – anbietet. Durch die Forschungsarbeiten der letzten 20 Jahre gehört die nahegelegene Nördliche Frankenalb zudem zu den am intensivsten erforschten Mittelgebirgsregionen Europas.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Die Zugangsvoraussetzungen sind unter § 32 der Studien-und Fachprüfungsordnung zu finden: https://www.uni-bamberg.de/abt-studium/aufgaben/pruefungs-studienordnungen/masterstudiengaenge/ur-und-fruehgeschichtliche-archaeologie/
Neben den allgemeinen Zugangsvoraussetzungen: - Hochschulabschluss im Bereich der Archäologischen Wissenschaften
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester