Überblick
Der Masterstudiengang „Sprachdynamik: Erwerb, Variation, Wandel“ an der Universität Oldenburg widmet sich der vielschichtigen Entwicklung und Veränderung von Sprachen in gesellschaftlichen, räumlichen und zeitlichen Kontexten. Studierende analysieren sprachliche Wandlungsprozesse sowie den Spracherwerb aus einer zentralen linguistischen Perspektive und verknüpfen theoretisches Wissen direkt mit empirischen Forschungsprojekten. Der Standort Oldenburg (Oldb) bietet hierbei eine deutschlandweit einzigartige Kombination verschiedener philologischer Disziplinen.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Der viersemestrige weiterführende Masterstudiengang (120 KP) widmet sich der Veränderlichkeit von Sprache und fokussiert die Themenfelder Psycholinguistik, Sprachkontakt sowie Sprachwandel. Die Inhalte werden exemplarisch anhand der Oldenburger Philologien (Anglistik, Germanistik, Niederlandistik und Slavistik) erarbeitet, wobei sich das Studium auch an Interessierte mit anderen sprachlichen Profilen richtet. Das Studium vermittelt eine fokussierte sprachwissenschaftliche Ausbildung im Bereich „Sprache im Wandel“ und bietet große Freiheiten bei der individuellen Studienplangestaltung.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum umfasst 120 Kreditpunkte (KP) und ist in folgende Bereiche gegliedert:
- Profilmodul (15 KP): Vorstellung verschiedener Forschungsschwerpunkte.
- Fachmodule (60 KP): Vier Module zu je 15 KP aus den Bereichen Psycholinguistik, Sprachsystem und Variation sowie Sprachkontakt und Sprachwandel (abzudecken sind mindestens zwei Bereiche sowie mindestens zwei der beteiligten Philologien).
- Professionalisierungsbereich (15 KP): Individuelle Studiengestaltung durch Lehrveranstaltungen angrenzender Disziplinen (z. B. Hörforschung, Soziologie, Sonderpädagogik, Deutsch als Fremdsprache), Praktika, Sprachkurse, Studienassistenz oder eigene Forschungsprojekte.
- Masterarbeitsmodul (30 KP): Absolvierung von Seminaren, Übungen, Projektarbeit und Erstellung der Masterarbeit.
Berufsperspektiven
Absolvent*innen werden vorrangig auf eine Tätigkeit in der Sprachforschung vorbereitet, wobei der Studiengang durch seine Ausrichtung ideal für eine anschließende Promotion qualifiziert. Je nach individueller Profilbildung im Professionalisierungsbereich eröffnen sich zudem vielfältige Chancen in weiteren Berufsfeldern. Dazu gehören insbesondere Aufgaben in der Sprachvermittlung sowie in der Migrationsforschung.
Besonderheiten
Der Studiengang ist in dieser Form einmalig in Deutschland, da er eine enge Verzahung der Disziplinen mit der praktischen Mitarbeit an laufenden Forschungsprojekten bietet. Studierende profitieren von kleineren Lerngruppen, exzellenter Lehre und starken Anknüpfungspunkten zu anderen Forschungsbereichen wie der Hörforschung oder Psychologie. Zudem besteht die Möglichkeit für ein Auslandssemester an internationalen Partnerhochschulen (u. a. in Belgien, den Niederlanden, Großbritannien, Polen oder den USA).
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
- Bachelorabschluss oder diesem gleichwertigen Abschluss mit dem Studienfächer Linguistik oder Allgemeine Sprachwissenschaft oder einem anderen fachlich geeigneten Studiengang
- Nachweis der Englischkenntnisse auf dem Niveau B2 gemäß des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen
- Nachweis der Kenntnisse einer weiteren Fremdsprache auf dem Niveau A2 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester