Überblick
Der Bachelorstudiengang Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft an der Universität Würzburg erforscht die gemeinsame Grundsprache zahlreicher europäischer und asiatischer Sprachfamilien. Studierende analysieren die historische Entwicklung von der urindogermanischen Ursprungsform bis hin zu den heutigen Tochtersprachen. Der Studiengang in Würzburg zeichnet sich durch seine flexible Kombinierbarkeit im Haupt- oder Nebenfach sowie eine starke interdisziplinäre Ausrichtung aus.
Studieninhalte
Die Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft in Würzburg zeichnet sich durch die gezielte Konzentration auf die vier indogermanischen Kernsprachen Altindisch, Griechisch, Latein und Hethitisch aus, um auf dieser Basis die gemeinsame indogermanische Grundsprache zu rekonstruieren.
Über den Studiengang
Der zulassungsfreie Bachelorstudiengang „Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft“ an der Universität Würzburg hat eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und kann ausschließlich zum Wintersemester begonnen werden. Das Studium ist interdisziplinär ausgerichtet und befasst sich mit der Entwicklung der indogermanischen Sprachfamilie sowie dem kulturellen Hintergrund ihrer Sprachgemeinschaften von Europa bis Zentralasien. Der Studiengang wird wahlweise als 75-Punkte-Hauptfach (kombinierbar mit einem weiteren 75-Punkte-Hauptfach) oder als 60-Punkte-Nebenfach (kombinierbar mit einem 120-Punkte-Hauptfach) angeboten.
Studieninhalte & Module
Das Bachelorstudium vermittelt fundierte Kenntnisse in der historischen Linguistik sowie Philologie und umfasst folgende Schwerpunkte:
- Erwerb der Kernsprachen: Erarbeitung von Lesekompetenz in Altindisch, Griechisch, Latein und Hethitisch
- Sprachrekonstruktion: Erforschung des Urindogermanischen in den Bereichen Lautsystem, Grammatik, Wortschatz und Syntax
- Philologische Textarbeit: Analyse historischer Texte zur Erschließung von Kultur, Geschichte, Religion und Dichtkunst
- Theorie und Methodik: Vermittlung von Theorien der historischen und allgemeinen Sprachwissenschaft sowie Erklärung von Sprachwandelprozessen
Berufsperspektiven
Das Studium vermittelt analytische Fähigkeiten an der Schnittstelle von Linguistik, Geschichte und den altphilologischen Fächern. Es qualifiziert für die wissenschaftliche Aufbereitung antiken Sprachmaterials und bietet die Grundlage für weiterführende Masterstudiengänge in der Indogermanistik oder der Allgemeinen und Angewandten Sprachwissenschaft. Darüber hinaus eröffnen sich Betätigungsfelder in universitären sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Altertumswissenschaften.
Besonderheiten
Der Lehrstuhl für Vergleichende Sprachwissenschaft ist Teil des Instituts für Altertumswissenschaften der Philosophischen Fakultät. Das Fach bringt seine Expertise zudem in den Masterstudiengang „Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft“ ein. Für Studieninteressierte besteht alternativ die Möglichkeit, Vorlesungen über ein Orientierungsstudium oder gezielte Modulstudien zu belegen.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester