Überblick
Das deutschlandweit einzigartige Nebenfach an der Goethe-Universität Frankfurt am Main widmet sich der Erforschung antiker Finanz- und Wirtschaftssysteme über einen Zeitraum von rund 1100 Jahren. Studierende analysieren die Entstehung des Münzwesens von den Anfängen in Kleinasien bis zum Ende des Weströmischen Reiches und verknüpfen Sachkultur mit Wirtschaftsgeschichte. Das Studienangebot bietet eine ideale Ergänzung zu einem kultur- oder geschichtswissenschaftlichen Hauptfach.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Als deutschlandweit einmaliges Studienangebot befasst sich das Nebenfach Archäologie von Münze, Geld und Wirtschaft in der Antike an der Universität Frankfurt am Main mit zwei zentralen Institutionen der griechisch-römischen Welt und ihrer Randzonen. Das Studium ist zulassungsfrei, wird auf Deutsch unterrichtet und betrachtet Münzen, Geld und Wirtschaft diachron über einen Zeitraum von rund 1.100 Jahren – von den ersten Prägungen um 600 v. Chr. bis zum Ende des weströmischen Reiches kurz vor 500 n. Chr. Der Studienbeginn ist sowohl im Winter- als auch im Sommersemester möglich.
Studieninhalte & Module
Im Studium wird mit Gegenständen der materiellen Kultur (Münzen, Keramik, Erzeugnisse aus Metall oder Stein) sowie mit Schriftzeugnissen (antike Autoren, Inschriften, Papyri) und der Münzikonographie gearbeitet. Die Module umfassen:
- M1: Numismatisches Grundwissen
- M2: Basismodul I (Münze, Geld und Wirtschaft in der Antike, Teil 1 und 2)
- M3: Wahlpflichtmodul (Schrift und Gesellschaft oder Antike Ikonographie)
- M4: Wahlpflichtmodul (Aktuelle Forschungsschwerpunkte oder Forschungspraxis)
- M5: Aufbaumodul I (Münze, Geld und Wirtschaft in angewandten Beispielen)
- M6: Aufbaumodul II (Theorien, Modelle und Debatten)
Berufsperspektiven
Das Nebenfach ergänzt das jeweilige Bachelor-Hauptfach in sinnvoller Weise durch fachübergreifende Schlüsselkompetenzen und Kenntnisse in einem weiten Wissensgebiet. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Befähigung zu selbständiger und kritischer wissenschaftlicher Forschung sowie der geschulten mündlichen und schriftlichen Darstellung. Dies unterstützt die Erschließung eines breiten Spektrums möglicher Berufsfelder.
Besonderheiten
Das Studium zeichnet sich durch sein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Hochschullandschaft aus. Während die Schnittstellen zu Nachbardisziplinen wie der Klassischen Archäologie, der Vor- und Frühgeschichte oder der Alten Geschichte fließend sind, erhält das Fach seine klaren Konturen durch den spezifischen, diachron verfolgten Fokus auf Münze, Geld und Wirtschaft.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Das Studium im Nebenfach Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike erfordert Sprachkenntnisse in Latein (Latinum), sowie Englisch und einer weiteren, modernen fachrelevanten Fremdsprache auf dem Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen, die spätestens beim Zugang zum Aufbaumodul II gegen Ende des Studiums nachzuweisen sind.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester