Überblick
Die Universität Leipzig zählt zu den lediglich fünf Hochschulstandorten in Deutschland, die ein Studium der Veterinärmedizin anbieten. Das elfsemestrige Staatsexamensstudium in Leipzig bereitet angehende Tierärztinnen und Tierärzte umfassend auf die eigenverantwortliche Berufsausübung in Praxis, Forschung oder öffentlichem Veterinärwesen vor. Neben naturwissenschaftlichen und medizinischen Grundlagen stehen auch ethische Fragestellungen zum Wohl von Mensch und Tier im Mittelpunkt.
Studieninhalte
Wie werden angehende Tierärztinnen und Tierärzte wissenschaftlich und praktisch ausgebildet, um Krankheiten bei Tieren zu behandeln, die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten und den Beruf im Sinne von Mensch, Tier und Umwelt eigenverantwortlich auszuüben?
Über den Studiengang
Das Studium der Veterinärmedizin an der Universität Leipzig führt in elf Semestern Regelstudienzeit zum Staatsexamen und befähigt zur selbständigen tierärztlichen Berufsausübung. Als eine von nur fünf Ausbildungsstätten für Tiermedizin in Deutschland vermittelt die Universität theoretische und praktische Kenntnisse gemäß der Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV). Der Vollzeitstudiengang ist bundesweit zulassungsbeschränkt und beginnt jeweils im Wintersemester.
Studieninhalte & Module
Die Ausbildung unterteilt sich in einen wissenschaftlich-theoretischen und einen praktischen Teil, aufgeteilt auf die Tierärztliche Vorprüfung (Vorphysikum und Physikum) sowie die Tierärztliche Prüfung:
- Vorklinischer Abschnitt (1.–4. Semester): Naturwissenschaftliche Grundlagen, medizinische Terminologie, Anatomie, Histologie und Embryologie, Biochemie, Physiologie sowie Tierzucht und Genetik.
- Klinischer Abschnitt (5.–11. Semester): Tierhaltung, Fütterung, Ethologie und Tierschutz, Pathologie, Innere Medizin, Chirurgie und Anästhesiologie, Reproduktionsmedizin sowie Geflügelkrankheiten.
- Epidemiologie & Verbraucherschutz: Tierartspezifische Infektionskrankheiten, Tierseuchenbekämpfung sowie die Herstellung und Überwachung von Lebensmitteln, Milch- und Fleischprodukten.
- Pharmakologie & Veterinärrecht: Wirkstoffe und Wirkmechanismen, Arznei- und Betäubungsmittellehre sowie rechtliche Regelungen des Berufsfeldes.
- Klinisch-Praktisches Jahr (5. Studienjahr): Intramurale Ausbildung in den universitären Tierkliniken und dem Lehr- und Forschungsgut Oberholz, Belegung von Wahlpflichtschwerpunkten, Erstellung einer wissenschaftlichen Projektarbeit sowie extramurale Pflichtpraktika.
Berufsperspektiven
Das absolvierte Staatsexamen berechtigt zur Approbation und eröffnet das gesamte Spektrum des tierärztlichen Berufsfeldes. Neben der Tätigkeit in eigener Praxis oder Tierklinik befähigt die Ausbildung zur Arbeit in der Lebensmittelüberwachung, Seuchenbekämpfung, Forschung oder zur ständigen Weiter- und Fortbildung in Spezialgebieten.
Besonderheiten
- Seltene Ausbildungsstätte: Die Universität Leipzig ist einer von lediglich fünf Standorten für Veterinärmedizin in ganz Deutschland.
- Praxisnahe Infrastruktur: Intensive klinische Ausbildung unter Einbindung der universitären Tierkliniken sowie des eigenen Lehr- und Forschungsguts Oberholz.
- Wissenschaftliche Projektarbeit: Eigenständige Erstellung einer ersten Forschungsarbeit im Klinisch-Praktischen Jahr mit Präsentation als Poster oder Veröffentlichung.
- Sprachnachweis: Für den naturwissenschaftlichen Prüfungsabschnitt ist ein Kurs der medizinischen Terminologie oder der Nachweis von Latein- bzw. Griechischkenntnissen erforderlich.
Zulassung & Voraussetzungen
bundesweite Zulassungsbeschränkung
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester