Überblick
Das Erweiterungsstudium zur Beratungslehrkraft an der Universität Bamberg bietet angehenden und aktiven Lehrkräften eine praxisnahe Zusatzqualifikation für das Tätigkeitsfeld der schulischen Beratung. Am Standort Bamberg erwerben die Studierenden essenzielle Kompetenzen, um Lernende, Eltern und Kollegien bei Laufbahnfragen, Leistungsdefiziten oder sozialen Konflikten fundiert zu begleiten. Die akademische Ausbildung verknüpft dabei vertiefende Kenntnisse aus den Bereichen Psychologie, Schulpädagogik und Soziologie.
Studieninhalte
Wie können Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler bei Lernschwierigkeiten, Konflikten oder der Wahl des passenden Bildungswegs fachlich fundiert beraten und begleiten?
Über den Studiengang
Das Erweiterungsstudium „Beratungslehrkraft“ an der Universität Bamberg ist eine Zusatzqualifikation im Umfang von 60 ECTS für Lehramtsstudierende sowie bereits im Dienst stehende Lehrkräfte an öffentlichen Schulen in Bayern. Das Studium baut auf den erziehungswissenschaftlichen Grundlagen auf und qualifiziert dazu, das eigene berufliche Profil um das Aufgabenfeld der schulischen Beratung zu erweitern. Da es sich um ein zulassungsbeschränktes Präsenzstudium mit überwiegend nachmittags stattfindenden Veranstaltungen handelt, richtet es sich vorrangig an Studierende sowie Lehrkräfte aus dem näheren Umkreis von Bamberg.
Studieninhalte & Module
Die Studieninhalte verteilen sich auf die Bereiche Psychologie (30 LP), Schulpädagogik (25 LP) und Soziologie (5 LP). Im psychologischen Bereich umfassen die Kernmodule folgende Schwerpunkte:
- Pädagogisch-psychologische Diagnostik: Vermittlung diagnostischer Kenntnisse sowie der Anwendung von Fragebogen- und testdiagnostischen Verfahren ( u. a. zu Intelligenz, Konzentration, Motivation und Schulleistungen).
- Pädagogische Psychologie: Vertiefung von Wissen über Lernprozesse, interindividuelle Differenzen sowie Einflussfaktoren auf das Lernen.
- Persönlichkeitspsychologie und Klinische Psychologie der Schule: Ursachenanalyse von Schulleistungsschwierigkeiten und Einordnung häufiger psychischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter.
- Beratungspsychologie und Einzelfallinterventionen: Ausbau der Beratungsexpertise im schulischen Kontext und Erarbeitung von Erklärungs- und Unterstützungskonzepten für konkrete Einzelfälle.
Berufsperspektiven
Das Erweiterungsstudium führt nicht in eine eigenständige Laufbahn, sondern erweitert die Qualifikation von Lehrkräften an öffentlichen bayerischen Schulen. Absolvent*innen übernehmen an ihren Schulen die Beratung von Schüler*innen, Eltern und Kolleg*innen bei Schullaufbahnfragen sowie bei Lern-, Leistungs- und Verhaltensproblemen (z. B. Mobbing). Sie fungieren als erste Ansprechperson und entscheiden, ob sie selbst beraterisch tätig werden oder an Schulpsycholog*innen und externe Beratungsstellen weiterverweisen.
Besonderheiten
- Praktika und Hospitationen: Neben einem vierwöchigen Praktikum an einer staatlichen Schulberatungsstelle absolvieren Studierende in der grundständigen Erweiterung Hospitationen an vier bisher nicht studierten Schularten. Für bereits berufstätige Lehrkräfte entfallen die Hospitationen, und das Praktikum kann an der eigenen Schule absolviert werden.
- Studienorganisation: Ein Studienbeginn wird ab dem 3. Fachsemester empfohlen. Die Verteilung der Module ist flexibel gestaltbar und kann zur Belastungssteuerung auf mehr als vier Semester gestreckt werden.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
1.Staatsprüfung für ein Lehramt gemäß der bayerischen Lehramts-PrO
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester