Überblick
Das Diplomstudium Kostümdesign an der Hochschule für Bildende Künste Dresden vereint künstlerische Gestaltungsfreiheit mit handwerklicher Perfektion für Theater, Film und Fernsehen. Die in Europa einmalige Ausbildung zeichnet sich durch die enge Zusammenarbeit mit angrenzenden Fachbereichen der Theaterausstattung am Standort Dresden aus. Studierende lernen hier, komplexe Kostümentwürfe dramaturgisch zu analysieren, historisch einzuordnen und eigenständig umzusetzen.
Studieninhalte
Absolventen des Studiengangs „Kostümdesign Diplom“ arbeiten nach dem Studium in leitenden Positionen der Kostümherstellung bei Theater, Film, Fernsehen und Messen oder machen sich als freie Kostümbildner und Designer selbstständig.
Über den Studiengang
Der grundständige Diplomstudiengang Kostümdesign an der Hochschule für Bildende Künste Dresden umfasst eine Regelstudienzeit von acht Semestern im Fachbereich Szenografie. Studierende lernen, Kostümentwürfe für Tanz-, Musik- und Sprechtheater sowie Film- und TV-Produktionen im dramaturgischen Kontext zu analysieren und eigenständig künstlerisch umzusetzen. Zulassungsvoraussetzungen sind eine abgeschlossene Ausbildung als Damen- oder Herrenschneider, ein fünfmonatiges studienvorbereitendes Praktikum sowie eine bestandene Eignungsprüfung.
Studieninhalte & Module
Das Studium verbindet künstlerische Grundlagen mit theoretischem Wissen und praktischen Fertigkeiten von historischen bis hin zu modernsten Techniken:
- Schnittkonstruktion und Fertigung: Moderne und historische Schnittformen für Damen und Herren, Drapieren sowie Grafis-Schnittkonstruktion
- Entwurf und Interpretation: Künstlerische Grundlagen, Entwurf, Interpretation und visuelle Dramaturgie
- Materialien und Spezialtechniken: Experimentelle Techniken, Färben, Patinieren, Airbrush, Laser Cut, 3D-Druck, Kostümplastik und historische Hutformen
- Theorie und Kontext: Kostümgeschichte sowie Betriebswirtschaft für Leitende
- Praxisprojekte: Hochschulinterne Projekte und Kooperationen mit Theatern und Museen zur Erprobung technischer, ästhetischer und ökonomischer Aspekte
Berufsperspektiven
Mit dem Abschluss erwerben die Absolventen nicht nur ein künstlerisches Diplom, sondern auch die Qualifikation zur Eintragung in die Handwerksrolle der Deutschen Handwerkskammer. Diese berechtigt dazu, das Schneiderhandwerk selbstständig auszuüben und Lehrlinge auszubilden. Damit stehen ihnen sowohl leitende Funktionen in der Produktion als auch freiberufliche künstlerische Wege offen.
Besonderheiten
Der Studiengang ist in dieser Form EU-weit einmalig und bietet einen intensiven künstlerischen Austausch mit den benachbarten Fachbereichen Maskenbild, Theaterplastik, Szenische Malerei sowie Kostüm- und Bühnenbild. Zudem sind Praktika und die Vorbereitung auf die Gewandmeisterprüfung im Herren- und/oder Damenschneiderhandwerk fest in das Studium integriert.
Zulassung & Voraussetzungen
Auswahlverfahren/Eignungsprüfung
- allgemeine Hochschulreife oder besondere künstlerische Eignung (mindestens mittlere Reife),
- bestandene künstlerische Eignungsprüfung sowie
- Lehrabschluss als Damen- oder Herrenschneider (oder vergleichbare Qualifikationen) sowie
mind. 5-monatiges Vorpraktikum am Theater, beim Film oder Fernsehen
Bewerbungstermin: 15. Januar
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester