Überblick
Der englischsprachige Masterstudiengang „Engineering Geohazards“ an der RWTH Aachen widmet sich der interdisziplinären Erforschung und Bewältigung extremer Naturereignisse. Studierende am Standort Aachen erwerben tiefgehende Kenntnisse an der Schnittstelle von Geowissenschaften, Ingenieurwesen und Wirtschaftswissenschaften, um präventive Schutzmaßnahmen gegen Naturgefahren wie Erdbeben oder Starkregen zu entwickeln. Das Studium bereitet gezielt darauf vor, die gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen von Katastrophen durch nachhaltige ingenieurtechnische Lösungen zu minimieren.
Studieninhalte
Wie lassen sich die komplexen Wirkungsgefüge von Naturgefahren verstehen, ihre Folgen vorhersagen und der Lebensraum durch ingenieurtechnische Schutzmaßnahmen nachhaltig sichern?
Über den Studiengang
Der englischsprachige Masterstudiengang Engineering Geohazards an der RWTH Aachen ist interdisziplinär zwischen Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften ausgerichtet. In einer Regelstudienzeit von vier Semestern vermittelt der Studiengang geowissenschaftliche Grundlagen, um Naturgefahren zu analysieren, gesellschaftliche Risiken zu bewerten und ingenieurtechnische Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Die Studierenden erwerben Kompetenzen zur nachhaltigen Katastrophenvorsorge sowie zur ökonomischen und ökologischen Sanierung von Lebensräumen.
Studieninhalte & Module
Das Studium verknüpft theoretische Grundlagen mit praxisorientierter Forschung:
- 1. Studienjahr: Grundlagen und Prozessverständnis im Bereich der Geo- und Ingenieurwissenschaften.
- 2. Studienjahr: Vertiefung der Grundlagen, Modellentwicklung, Datenaufbereitung und Unsicherheitsabschätzung.
- Forschungsmodul: Verknüpfung von Lehrinhalten und Raum für innovative Ansätze, optional mit angewandter Masterarbeit in Partnerunternehmen.
- Praktikum: Forschungsbasiertes oder industrielles Praktikum zur Erlangung praktischer Erfahrungen.
- ABC-J-Modul & Mobilität: Kurse an Partneruniversitäten des Geoverbundes (Aachen, Bonn, Köln, Jülich) sowie ein integriertes Mobilitätsfenster.
- Masterarbeit: Abschließende Syntheseleistung in Form einer eigenständigen Forschungsarbeit.
Berufsperspektiven
Den Absolventinnen und Absolventen steht durch ihre interdisziplinäre Ausbildung ein breites Spektrum an Tätigkeitsfeldern offen. Dazu gehören nationale und internationale Institutionen wie das Bundesamt für Katastrophenschutz, die EU, die UNO oder ASEAN sowie global agierende Entwicklungs- und Hilfsorganisationen. Zudem bieten Unternehmen der Versicherungs- und Rückversicherungsbranche, das Baugewerbe, Umweltberatungen, Ingenieurbüros, Verwaltungen und Forschungseinrichtungen vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten.
Besonderheiten
- Interdisziplinär & Englisch: Vollständig englischsprachiges Studium an der Schnittstelle von Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften.
- Zulassungsfrei: Der Studiengang unterliegt keinem Numerus Clausus (kein NC).
- Geoverbund ABC-J: Erweiterung des Lehrangebots durch Kurse an den Partnerstandorten Bonn, Köln und Jülich.
- Forschungs- und Industriekooperationen: Fest verankertes Mobilitätsfenster und die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen im Rahmen des Forschungsmoduls.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
- Hochschulabschluss, fachliche Vorbildung gemäß fachspezifischer Prüfungsordnung Sprachkenntnisse in Englisch
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester