Überblick
Der Masterstudiengang „Theologie und Globale Entwicklung“ an der RWTH Aachen verbindet theologische Reflexion mit sozial- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven auf internationale Entwicklungsprozesse. Im Mittelpunkt stehen Fragen der globalen Gerechtigkeit, der Nachhaltigkeit und des interkulturellen Zusammenlebens am Standort Aachen. Studierende analysieren dabei die zentrale Rolle von Religion und Kultur im Kontext weltweiter Zukunftsfragen.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle von theologischen Disziplinen, Soziologie, Politologie und Kulturgeographie widmet sich der Masterstudiengang „Theologie und Globale Entwicklung“ an der RWTH Aachen den großen sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Das Studium verbindet gesellschaftswissenschaftliche Ansätze mit theologischer Fundierung, um eine neue Perspektive in den internationalen Development Studies zu etablieren. Dabei steht das Verständnis religiöser und kultureller Prozesse als Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Entwicklungspolitik im Mittelpunkt.
Studieninhalte & Module
Das viersemestrige Studium gliedert sich in eine theoretische Fundierungsphase, ein Praxissemester sowie die abschließende Masterarbeit. Zu den Kernmodulen zählen:
- Interkulturelle Theologie und Globalisierung: Analyse von kontextuellen Theologien, Religionssoziologie und Säkularität im globalen Kontext.
- Entwicklung: Fragestellungen, Konzepte, Institutionen: Untersuchung von Akteuren, Projekten und kulturellen Wertvorstellungen in Entwicklungsprozessen.
- Weltreligionen im Dialog: Aufbau von Wissen über die großen Weltreligionen sowie Vermittlung interkultureller und interreligiöser Sprachfähigkeit.
- Fremdsprachen: Neuerwerb oder Vertiefung von Sprachkenntnissen für den internationalen Einsatz.
- Religiöse Institutionalisierung: Reflexion des Selbstverständnisses und der Rolle religiöser Institutionen in der Entwicklungspolitik.
Berufsperspektiven
Der Studiengang bereitet gezielt auf eine Tätigkeit in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit sowie in Entwicklungs- und Hilfsorganisationen vor. Durch die Einbindung einer längeren Praxisphase sammeln die Studierenden konkrete Arbeitserfahrungen im angestrebten Berufsfeld. Dies ermöglicht es ihnen, bereits während des Studiums ein eigenes professionelles Netzwerk für die spätere Berufswahl aufzubauen.
Besonderheiten
- Kooperation mit Hilfswerken: Direkter Diskurs mit Expertinnen und Experten der weltweit tätigen Hilfswerke Misereor und Missio mit Sitz in Aachen.
- Integriertes Praxissemester: Das komplette 3. Semester ist für ein betreutes Praktikum bei einer qualifizierten Organisation inklusive Vor- und Nachbereitung reserviert.
- Zulassungsfrei: Der Studiengang weist keinen Numerus Clausus (NC) auf und kann sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester aufgenommen werden.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
- Hochschulabschluss, fachliche Vorbildung gemäß fachspezifischer Prüfungsordnung Sprachkenntnisse in Deutsch
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester