Überblick
An der Berliner Hochschule für Technik in Berlin verbindet der Masterstudiengang Medizinische Informatik Fachwissen aus der Informationstechnologie mit den speziellen Anforderungen des Gesundheitswesens. Das flexibel konzipierte Fernstudium richtet sich gezielt an Berufstätige aus der Medizin sowie der Informatik, um sie für zukunftsfähige Schnittstellenaufgaben im eHealth-Sektor zu qualifizieren. Absolventinnen und Absolventen erlangen nach fünf Semestern berufsbegleitendem Studium den Grad Master of Science.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Ob bei der Entwicklung elektronischer Patientenakten, dem Entwurf klinischer Entscheidungsunterstützungssysteme oder der Analyse genomischer Daten: Der weiterbildende Master-Fernstudiengang „Medizinische Informatik“ an der Berliner Hochschule für Technik (BHT) qualifiziert Fachkräfte direkt für diese zentralen Digitalisierungsprojekte im Gesundheitswesen. Das deutschsprachige Studium umfasst fünf Semester (vier Studienplansemester und ein Mastersemester) und richtet sich mit speziellen Studienplänen sowohl an medizinisch Vorgebildete als auch an Informatiker/-innen. Die Studienform kombiniert ein Fern- bzw. Onlinestudium mit kompakten Präsenzphasen von drei bis vier Tagen am Semesterende.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum vermittelt eine mathematisch-informatische Basis und baut darauf anwendungsbezogene Disziplinen der Gesundheits-IT auf:
- Mathematisch-informatische Grundlagen: Programmieren, Ausgewählte Bereiche der Informatik, Datenbanken, Methoden der quantitativen Datenanalyse
- Anwendungsbezogene Fächer: Bildverarbeitung, Biosignalverarbeitung, Medizinische Dokumentation, Informations- und Kommunikationssysteme, Informations- und Medizinproduktesicherheit, Gesundheitsökonomie
- Wahlpflichtbereich (4. Semester): Vertiefungsmöglichkeiten wie E-Health oder Empirische Forschungsmethoden in der medizinischen Biometrie und Epidemiologie
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen nehmen wichtige Vermittlungsfunktionen an der Schnittstelle von Medizin und IT ein, da sie die Fachsprachen beider Disziplinen beherrschen. Angesichts des hohen Bedarfs in Kliniken, der Gesundheitswirtschaft und bei Softwareherstellern sind die Chancen am Arbeitsmarkt ausgezeichnet. Typische Einsatzfelder umfassen die Klinische Informatik, Bildverarbeitung, Telemedizin, Bioinformatik sowie die Gesundheitsdatensicherheit.
Besonderheiten
- Erwerb einer Zusatzbezeichnung: Ärztinnen und Ärzte können parallel die Befähigung für die Zusatzbezeichnung „Medizinische Informatik“ gemäß den Vorgaben der zuständigen Ärztekammer anstreben (ausgenommen Bayerische Landesärztekammer).
- Zielgruppenspezifische Ausrichtung: Der Studiengang schließt Wissenslücken passgenau – Informatiker/-innen erwerben medizinisches Fachwissen, während Mediziner/-innen Kenntnisse der Informationsverarbeitung erlangen.
- Zulassung ohne Numerus Clausus: Der Studiengang ist zulassungsfrei (kein NC) und durch den Akkreditierungsrat bis 2028 akkreditiert.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Abgeschlossenes Hochschulstudium vorzugsweise mit Bezug zu Medizin oder Informatik sowie eine qualifizierte berufspraktische Erfahrung vor Aufnahme des Studiums von in der Regel nicht unter einem Jahr.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester