Überblick
Der berufsbegleitende Masterstudiengang Soziale Arbeit - Diagnostik, Beratung und Intervention an der Hochschule München bereitet gezielt auf die fachliche Begleitung von Familien und Personen mit komplexen psychosozialen Belastungen vor. Am Standort München verknüpfen die Studierenden Erkenntnisse aus Psychologie, Pädagogik und Recht mit fundierten Methoden der Fallanalyse und Beratung. Unter bestimmten Voraussetzungen öffnet der Abschluss zudem den Zugang zur Ausbildung als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut bzw. -therapeutin.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle der Fachgebiete Soziale Arbeit, Pädagogik, Psychologie, Pflege und Rechtswissenschaften qualifiziert der berufsbegleitende Masterstudiengang „Soziale Arbeit - Diagnostik, Beratung und Intervention“ an der Hochschule München für die professionelle Arbeit mit psychosozial mehrfachbelasteten Kindern, Jugendlichen und Familien. Studierende erwerben ein wissenschaftlich fundiertes Profil, um biopsychosoziale Problemlagen wahrzunehmen sowie diagnostische, beraterische und interventive Prozesse eigenständig zu steuern. Das praxisnahe Teilzeitstudium erstreckt sich am Campus Pasing über sechs Semester (90 ECTS) und verknüpft Theorie und Praxis durch eine fallorientierte Didaktik.
Studieninhalte & Module
- Diagnostik, Beratung und Intervention: Erprobung und Anwendung beraterischer Methoden sowie passgenauer Interventionsstrategien in Kleingruppenübungen.
- Interdisziplinäre Bezüge: Verknüpfung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Sozialer Arbeit, Pädagogik, Psychologie, Pflege und Rechtswissenschaften.
- Gender, Diversität und Migration: Reflexiver Umgang mit gesellschaftlichen Entwicklungen, Globalisierung sowie unterschiedlichen kulturellen Werthaltungen.
- Selbstreflexion und Biografiearbeit: Förderung der eigenen Beraterpersönlichkeit, der Selbst- und Teamkompetenz sowie ethisch verantwortlichen Handelns ab dem ersten Semester.
- Wahlpflichtbereich Fallarbeit: Vertiefende kasuistische Schwerpunkte im 3. Semester.
- Forschungswerkstatt: Wissenschaftliche Aufarbeitung von Fragestellungen aus der eigenen beruflichen Praxis.
Berufsperspektiven
Der Masterstudiengang stellt die berufliche Handlungsfähigkeit in das Zentrum und qualifiziert für anspruchsvolle Aufgaben in der Intervention und Beratung von Mehrfachbelasteten. Absolventinnen und Absolventen entwickeln eine fundierte Beraterpersönlichkeit, die sie befähigt, spezifische diagnostische und beraterische Zugänge kompetent zu begründen – auch gegenüber Mitarbeitenden anderer Fachdisziplinen. Durch den Erwerb von Sach-, Fall- und Methodenkompetenz sind die Studierenden für die Arbeit in komplexen institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vorbereitet.
Besonderheiten
- Berufsbegleitendes Studienmodell: Die Arbeitsbelastung ist auf 15 ECTS pro Semester ausgelegt, wobei Präsenzveranstaltungen an zwei bis drei Abenden pro Woche sowie gelegentlich an Wochenenden stattfinden.
- Praxisintegrierte Forschung: Konkrete Problemstellungen aus der eigenen Berufstätigkeit können in einer Forschungswerkstatt wissenschaftlich bearbeitet werden.
- Zugangsvoraussetzungen: Neben einem Erststudium (mind. 180 ECTS) in Sozialer Arbeit, Pädagogik, Psychologie oder Jura wird eine mindestens 22-wöchige einschlägige Praxis- bzw. Berufserfahrung vorausgesetzt.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
- Nachweis eines abgeschlossenen Studiums (mind. 6 theoretische Semester / 180 ECTS) der Sozialen Arbeit oder verwandter Studiengänge (z.B. Bildung und Erziehung im Kindesalter, Management Sozialer Innovationen) oder einer verwandten Fachrichtung (z.B. Erziehungswissenschaften, Pädagogik, Psychologie) mit einer Gesamtnote von mind. 2,5 an einer deutschen Hochschule oder eines gleichwertigen Abschlusses. Oder:
- Nachweis eines erfolgreich abgelegten ersten juristischen Staatsexamens (oder vergleichbare Prüfung).
- Nachweis entweder eines 22-wöchigen Praktikums im Rahmen des Hochschulstudiums oder einer mind. 22-wöchigen, bei höchstens zwei Arbeitgebende absolvierten einschlägigen Berufspraxis nach dem Hochschulstudium oder einer einschlägigen Berufstätigkeit bei Aufnahme des Studiums.
- Für Bewerbende aus dem Ausland: Nachweis guter Deutschkenntnisse (DSH-2 oder TestDaF-3).
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester