Überblick
Der Masterstudiengang Bioinformatik und Systembiologie ist ein gemeinsames Angebot der Justus-Liebig-Universität und der Technischen Hochschule Mittelhessen am Standort Gießen. Das interdisziplinäre Studium befähigt Absolventen aus Informatik, Biologie sowie angrenzenden Naturwissenschaften zur Analyse komplexer biologischer Datensätze. Durch den Fokus auf moderne Methoden wie Machine Learning und Omics-Technologien bereitet die Ausbildung gezielt auf Tätigkeiten in Forschung und Industrie vor.
Studieninhalte
Als Absolventin oder Absolvent des Masterstudiengangs Bioinformatik und Systembiologie arbeiten Sie an der Schnittstelle von Informatik und Lebenswissenschaften, beispielsweise in der biomedizinischen Industrie, der Arzneistoffforschung oder in akademischen Forschungseinrichtungen.
Über den Studiengang
Der konsekutive Masterstudiengang "Bioinformatik und Systembiologie" wird gemeinsam von den Fachbereichen 7–11 der Universität Gießen und dem Fachbereich 6 der THM (Technische Hochschule Mittelhessen) angeboten. Mit einer Regelstudienzeit von vier Semestern (120 CP) richtet sich das interdisziplinäre Programm nicht nur an Absolventen der Bioinformatik, Informatik oder Biologie, sondern auch an Absolventen weiterer naturwissenschaftlich-mathematischer Fächer. Das Studium gliedert sich in zwei Kurssemester zum Aufbau fachlicher Kompetenzen und zwei forschungsnahe Semester.
Studieninhalte & Module
In den ersten beiden Semestern wird eine breite Methodenkompetenz aufgebaut, die durch individuelle Schwerpunktsetzungen vertieft werden kann. Zu den zentralen Modulen gehören:
- Mathematische Grundlagen sowie Grundlagen der Informatik oder Biologie (abhängig von der individuellen Vorbildung)
- Einführung in die Schwerpunkte: Algorithmen der Bioinformatik, Molekulare Systembiologie, Modellierung biologischer Systeme und Hochdurchsatz-Datenanalyse
- Schwerpunktmodule: Vertiefungen u. a. in Big Data, Machine Learning, Algebraische Dynamische Programmierung sowie Genomik, Transkriptomik, Proteomik und Metabolomik
- Zusatzqualifikationen: Module wie Statistische Modelle in der Bioinformatik und Systembiologie, Objektorientierte Programmierung oder Angewandte Bioinformatik
- Methodenseminar: Wahlpflichtangebote aus den Bereichen Informatik, Omics-Technologien und Arzneistoffforschung
Berufsperspektiven
Der Studiengang bildet Fachkräfte für die Entwicklung neuer Algorithmen, Big-Data-Analysen und die In-silico-Modellierung komplexer biologischer Prozesse aus. Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für Tätigkeiten in der biomedizinischen Industrie sowie in biotechnologischen Unternehmen. Zudem legt die forschungsnahe Ausbildung die Basis für eine wissenschaftliche Weiterqualifikation im Rahmen strategischer Forschungsvorhaben.
Besonderheiten
- Hochschulübergreifende Kooperation: Gemeinsames Angebot der JLU Gießen und der THM mit Einbindung in ein fachbereichsübergreifendes Zentrum für Bioinformatik und Systembiologie.
- Interdisziplinäres Lernen & Praxis: Gemischte Klein-Lerngruppen aus Bioinformatik und Lebenswissenschaften sowie Laborrotationen zwischen den beteiligten Fachbereichen beider Hochschulen.
- Starke Vernetzung: Einbindung in Forschungsvorhaben von DFG, Fraunhofer-Gesellschaft und BMBF sowie Kooperationen mit der biomedizinischen Industrie, der ZHAW Wädenswil (Schweiz) und dem Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim.
- Internationale Ausrichtung: Zunehmend englischsprachige Lehrinhalte ab dem zweiten Semester sowie die Option auf ein freiwilliges Auslandspraktikum im Umfang von bis zu 12 CP.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Abgeschlossener Studiengang in einem der Studiengänge B.Sc Biologie, B.Sc. Bioinformatik, B.Sc. Informatik. Auf Antrag auch weitere Studiengänge , sofern mindestens 18 CPs in Mathematik/Statistik, Biologie und/oder Informatik nachgewiesen werden können, mit Auflagen hinsichtlich Zusatzqualifikationen.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester