Überblick
Der Masterstudiengang „Gesellschaft und Kulturen der Moderne“ an der Justus-Liebig-Universität in Gießen widmet sich den vielschichtigen kulturellen Ursachen und Erscheinungsformen gegenwärtiger gesellschaftlicher Herausforderungen. Das forschungsorientierte Studium zeichnet sich durch seine fundierte Theorieorientierung sowie eine ausgeprägte soziologisch-transdisziplinäre Perspektive aus. Studierende erwerben wertvolles Reflexionswissen, um moderne Konfliktfelder an der Schnittstelle von Kultur und Gesellschaft präzise zu analysieren.
Studieninhalte
Absolventinnen und Absolventen analysieren gesellschaftliche Konfliktfelder und kulturelle Problemlagen mithilfe soziologischer Analytik und transdisziplinärer Ansätze. Sie nutzen ihre soziologische Reflexions- und Artikulationskompetenz, um die Rolle von Kultur – etwa in den Bereichen Religion, Lebensstile oder Wissenschaft – bei aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewerten und fachgerecht zu vermitteln.
Über den Studiengang
Der forschungsorientierte Master-Studiengang „Gesellschaft und Kulturen der Moderne“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen behandelt die reflexive Bedeutung des Kulturellen bei der Artikulation gesellschaftlicher Problemlagen. Im Mittelpunkt steht der Erwerb von soziologischem Reflexionswissen sowie von Artikulationskompetenz in Bezug auf kulturelle Dimensionen moderner Gesellschaften. Das studiengebührenfreie Studium ist zulassungsfrei (kein NC) und zeichnet sich durch eine starke Theorieorientierung sowie eine soziologisch-transdisziplinäre Ausrichtung aus.
Studieninhalte & Module
Das Studium umfasst eine Regelstudienzeit von vier Semestern (120 Credit Points) und beinhaltet Pflicht- sowie Wahlpflichtmodule. Die theoretischen Inhalte beziehen neuere Diskussionen wie die Lebensweltanalyse, den linguistic turn, Praxis- und Performativitätstheorien sowie die Science and Technology Studies ein.
Zu den Kern- und Pflichtmodulen gehören:
- Kultur- und sozialtheoretische Grundlagen (MA-GKM-K-1)
- Kulturelle und gesellschaftliche Transformationen in spezifischen Feldern (MA-GKM-K-2)
- Kulturelle Differenzen (MA-GKM-K-3)
- Kultur beobachten und Theorie bilden (MA-GKM-TP-1)
- Praktikum (MA-GKM-TP-2)
- Thesis- und Prüfungsmodul (MA-GKM-Thesis)
Ergänzt werden diese durch Kooperationsmodule zu Themenbereichen wie Medialität, Identität und Konflikt, Sprache, Wissen und Performativität, Kulturelle Werte, Ethik und Moral sowie Kultureller Wandel und gesellschaftliche Transformation.
Berufsperspektiven
Durch die Vermittlung von Reflexionswissen und empirisch-methodischen Kenntnissen werden Studierende auf komplexe Aufgaben an den Schnittstellen von Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft vorbereitet. Die Absolventen setzen ihre soziologische Analytik in Feldern ein, die ein fundiertes Verständnis kultureller Wandelsprozesse und Konflikte verlangen. Ein eigenständig gestaltbares Praktikumsmodul unterstützt den direkten Übergang in die berufliche Praxis.
Besonderheiten
Der Studiengang zeichnet sich durch ein hohes Maß an Wahlfreiheit und Flexibilität aus, da keine verbindliche Studienablaufordnung vorgegeben ist. Zudem ermöglichen die transdisziplinären Kooperationsmodule Lehrangebote aus angrenzenden Instituten zu nutzen. Ein Auslands- oder Ortswechsel im dritten Semester ist strukturell problemlos möglich.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Zugangsvoraussetzungen bestehen in einem universitären Diplom-, Magister- oder B.A.-Abschluss in den Fächerzonen Sozialwissenschaften (Soziologie, Politikwissenschaft, Ethnologie/ Sozial- und Kulturanthropologie/ Volkskunde), Philologie, Kulturwissenschaften (einschließlich Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Journalistik, Theologie), Geschichtswissenschaft und Philosophie, der an einer deutschen oder ausländischen Hochschule erworben wurde. AbsolventInnen nicht explizit soziologischer bzw. sozialwissenschaftlicher Studiengänge sollen in ihrem Studium einen Soziologie-, Sozialwissenschaft- oder Anthropologie/Ethnologieanteil von mindestens 30 CP nachweisen. In begründeten Einzelfällen kann der Prüfungsausschuss auch bei geringerem Workload in den genannten Fächern eine Zulassung erteilen.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester