Überblick
Der weiterbildende Masterstudiengang „Europäischer Gewerblicher Rechtsschutz“ an der FernUniversität in Hagen bietet eine akademische Qualifikation speziell für Fachkräfte aus dem Patentwesen. Das viersemestrige Fernstudium vertieft juristische Kenntnisse im europäischen sowie internationalen Kontext und bereitet zielgerichtet auf grenzüberschreitende Rechtsfragen vor. Durch die flexible Struktur lässt sich das Studium optimal mit der beruflichen Praxis in Kanzleien oder Unternehmen vereinbaren.
Studieninhalte
Wie können Patentanwältinnen und Patentanwälte ihre juristischen Kenntnisse im europäischen Recht gezielt vertiefen, um die erforderliche Vertretungsbefugnis vor dem Einheitlichen Patentgericht zu erlangen?
Über den Studiengang
Der weiterführende Masterstudiengang „Europäischer Gewerblicher Rechtsschutz“ an der FernUniversität in Hagen (Hagen, Westfalen) führt in vier Semestern berufsbegleitend zum Abschluss Master of Laws (LL.M.). Das Studienangebot des Kurt-Haertel-Instituts richtet sich an Patentanwältinnen und Patentanwälte, European Patent Attorneys sowie Patentanwälte der EU-Mitgliedsstaaten. Es vermittelt fundiertes Wissen über die wichtigsten europäischen Rechtssysteme und intensiviert die Verzahnung von Technik und Recht.
Studieninhalte & Module
Das Studium umfasst die Bearbeitung von Fernstudienmanuskripten, Einsendearbeiten, Präsenzphasen sowie eine Masterarbeit. Das Curriculum beinhaltet folgende Module:
- Modul 1: Einführung in die Rechtsvergleichung und in den Europäischen Gewerblichen Rechtsschutz
- Modul 2: Einführung in das Internationale Privatrecht
- Modul 3: Einführung in das Unionsrecht
- Modul 4: Der Patentverletzungsprozess in Deutschland und Frankreich
- Modul 5: Der Patentverletzungsprozess in England
- Modul 6: Der Patentverletzungsprozess vor dem Einheitspatentgericht
- Modul 7: Das Unionsmarken- und Unionsdesignrecht
- Modul 8: Europäisches und Internationales Zivilprozessrecht mit Bezügen zum EPÜ
- Masterprüfung
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen erhalten das juristische Rüstzeug für die grenzüberschreitende Beratung und Vertretung beim Schutz von Erfindungen, Marken und Mustern. Gemäß Art. 48 des Übereinkommens über ein Einheitliches Patentgericht (EPGÜ) weist der erfolgreiche Masterabschluss für European Patent Attorneys die notwendige zusätzliche juristische Qualifikation für die Vertretungsbefugnis vor dem Einheitlichen Patentgericht nach. Damit stärkt der LL.M. die berufliche Praxis und die Außenwirkung an der Schnittstelle von Recht und Technik.
Besonderheiten
- Fast-Track-Option: Absolventen des European Patent Litigation Certificate (EPLC) können durch freiwillige Zusatzleistungen Module anerkennen lassen und die Studienzeit des Masters auf zwei Semester verkürzen.
- Gebührenersparnis: Bei vollständiger Anerkennung der EPLC-Zusatzleistungen reduzieren sich die Gesamtkosten des Studiengangs um 2.800 Euro.
- Anmeldung: Die Einschreibung erfolgt ausschließlich über die Patentanwaltskammer.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Patentanwältinnen/-anwälte, European Patent Attorneys (§ 29 II Patentanwaltsordnung), Angehörige aus Patentanwaltsberufen (§ 154a Patentanwaltsordnung)
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester