Überblick
Der Masterstudiengang Kulturanthropologie an der Universität Mainz widmet sich der empirischen Erforschung menschlicher Lebenswelten und alltäglicher Kulturpraktiken. Am Standort Mainz am Rhein analysieren Studierende gesellschaftliche Wandelprozesse sowie soziale Ungleichheiten aus einer kritischen Perspektive. Die Ausbildung verbindet theoretische Grundlagen fundiert mit praxisnaher Feldforschung und qualitativen Methoden.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Kulturanthropologie an der Universität Mainz analysieren alltägliche kulturelle Praktiken, führen qualitative Forschungsprojekte durch und vermitteln deren Ergebnisse an die Wissenschaft sowie eine breitere Öffentlichkeit. Der weiterführende Studiengang verbindet europäische Ethnologie, Volkskunde, Kultur- und Sozialanthropologie, Medienwissenschaft sowie Soziologie, um die Vielfalt menschlicher Lebenswelten im historischen und zeitgenössischen Wandel zu verstehen. Die Studierenden lernen, gesellschaftliche Phänomene und Ungleichheiten – wie Geschlecht, soziale Klasse, Rassismus, Alter oder Kolonialismus – kritisch zu reflektieren und neu zu bewerten.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum legt einen starken Schwerpunkt auf die Verbindung von Theorie und empirischer Praxis:
- Qualitative Forschungsmethoden: Erlernung aller Forschungsphasen von der Formulierung einer Fragestellung über die Feldforschung bis zur Datenauswertung.
- Kulturanthropologische Theorie und Alltagskultur: Kritische Auseinandersetzung mit Bedeutungssystemen, Machtverhältnissen und gesellschaftlichen Prägungen.
- Zwei gruppenbasierte Forschungsprojekte: Praktische Durchführung eigenständiger Forschungsvorhaben im Team als Vorbereitung auf die Masterarbeit.
- Multimodale Wissenschaftskommunikation: Aufbereitung von Forschungsergebnissen für akademische und außeruniversitäre Zielgruppen.
Berufsperspektiven
Das Studium vermittelt übertragbare Forschungs- und Teamfähigkeiten, die auf Tätigkeiten in Wissenschaft, Kultur, Medien und sozialen Organisationen vorbereiten. Durch die praktische Projektarbeit lernen die Studierenden, wissenschaftliche Inhalte in vielfältigen Formaten – wie Publikationen, Video-Podcasts oder Stadtführungen – aufzubereiten und zu vermitteln. Zudem befähigt der Abschluss zur selbstständigen Konzeption und Durchführung qualitativer Forschungsvorhaben.
Besonderheiten
- Verankerung von Forschungsprojekten: Zwei intensiv betreute Gruppenprojekte führen praxisnah durch den gesamten wissenschaftlichen Forschungsprozess.
- Ethik und lokale Vernetzung: Starker Fokus auf soziale Gerechtigkeit, ethische Forschungspraktiken und Zusammenarbeit mit Gemeinschaften in Mainz und Rheinland-Pfalz.
- Internationales Studium: Bis zu zwei Auslandssemester über Erasmus+ (mehr als 20 Partneruniversitäten in Europa) oder weltweite Hochschulpartnerschaften der JGU Mainz möglich.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bachelorabschluss im Fach Kulturanthropologie/Volkskunde oder in einem verwandten Fach oder eines gleichwertigen Studienabschlusses an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland. Ausreichende englische Sprachkenntnisse werden vorausgesetzt. Bei Studienbewerber:innen die weder ihre Hochschulzugangsberechtigung an einer deutschsprachigen Einrichtung noch einen Abschluss in einem deutschsprachigen Studiengang erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen auf dem Niveau der "Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH)" erforderlich.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester