Überblick
Der englischsprachige Masterstudiengang Biomedical Engineering an der RWTH Aachen verbindet ingenieurwissenschaftliche, medizinische und naturwissenschaftliche Disziplinen zu einer eigenständigen akademischen Ausbildung. Studierende erwerben am Standort Aachen vertieftes Fachwissen an der Schnittstelle von Technik und Medizin, um innovative Lösungen für die Gesundheitsversorgung zu entwickeln. Das Studium vermittelt wissenschaftliche Methoden zur eigenständigen Entwicklung hochspezialisierter Medizintechnologien.
Studieninhalte
Der Masterstudiengang Biomedical Engineering (M.Sc.) an der RWTH Aachen zeichnet sich als einziger Studiengang an der Hochschule dadurch aus, dass er mit einem eigenständigen Masterabschluss in diesem Bereich endet und nicht nur eine Vertiefungsrichtung darstellt. Das viersemestrige, englischsprachige Studium umfasst 120 ECTS-Punkte und vermittelt vertiefte Kenntnisse sowie Methoden für eine hohe wissenschaftliche Qualifikation und Selbstständigkeit. Die Lehre erfolgt interdisziplinär unter Federführung der Medizinischen Fakultät gemeinsam mit den Fakultäten für Maschinenwesen, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Mathematik und Naturwissenschaften.
Studieninhalte & Module
Im ersten Semester kompensieren Pflicht- und Wahlpflichtmodule aus den Bereichen Medizin, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Ethik die unterschiedlichen Vorkenntnisse der Studierenden. Das zweite und dritte Semester spiegeln das spezifische Aachener Forschungsprofil wider und beinhalten unter anderem folgende Kernbereiche:
- Tissue Engineering: Cell Culture and Tissue Engineering
- Medical Imaging Techniques: Medical Imaging, Image Guided Therapy and Theranostics, Image Processing and Handling
- Material Sciences: Material Science and Processing, Advanced Biomaterials - Hard Tissue Implants and Prostheses & 3D Bioprinting
- Artificial Organs
- Praktikum: Sechs- bis achtwöchiges Pflichtpraktikum in den Semesterferien nach dem zweiten Semester
- Masterthesis: Eigenständige Abschlussarbeit im vierten Semester
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen stehen vielfältige Tätigkeitsbereiche in der medizintechnischen Industrie, im Gesundheitswesen, in Forschungslaboratorien, Prüfstellen, Behörden, Hochschulen oder in einer Selbstständigkeit offen. Die Aufgaben reichen von Forschung, Entwicklung, Fertigung, Produktberatung und Vertrieb von Medizinprodukten bis hin zu Projektmanagement, Qualitätssicherung und Zertifizierung. Zudem übernehmen sie Tätigkeiten in der Überwachung, Begutachtung und Schulung beim Einsatz von Medizintechnik und Biomaterialien.
Besonderheiten
- Zulassung: Der Studiengang ist zulassungsfrei (kein NC) für Erst- und höhere Semester.
- Sprache: Die Unterrichtssprache ist durchgehend Englisch (Nachweis erforderlich).
- Interdisziplinarität: Enge Zusammenarbeit von vier Fakultäten mit federführender Betreuung durch die Medizinische Fakultät.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Zugangsvoraussetzung ist ein erster Hochschulabschluss (z.B. Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering) in einem der Studiengänge Medizin, Zahnmedizin, Biologie, Chemie, Physik, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informationstechnik. Abschlussprüfungen in Studiengängen, die ein ähnliches Fächerspektrum aufweisen, können auf Antrag anerkannt werden.
Fundierte Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie werden vorausgesetzt.
Bewerberinnen und Bewerber müssen die ausreichende Beherrschung der englischen Sprache mit dem Zertifikat TOEFL, IELTS, Cambridge Zertifikat Stufe C oder einem gleichwertigen Test nachweisen. Bewerberinnen und Bewerber mit Englisch als Muttersprache sind von diesen Bedingungen ausgenommen.
Vor Aufnahme des Studiums ist ein Graduate Record Examination (GRE) General Test erfolgreich zu absolvieren. Kandidatinnen und Kandidaten, die ein Studium an einer Hochschule im Bereich der Europäischen Union abgeschlossen haben, sind hiervon ausgenommen.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester