Überblick
Der Masterstudiengang Ingenieur- und Hydrogeologie an der TU München bietet eine deutschlandweit einzigartige Ausbildung an der Schnittstelle von Geowissenschaften und Bauwesen. Am Standort München beschäftigen sich die Studierenden intensiv mit drängenden Zukunftsthemen wie der Trinkwassersicherung, der Erschließung geothermischer Energie sowie dem Risikomanagement bei alpinen Naturgefahren. Die fundierte Kombination aus Theorie, Laboreinsätzen und praxisnahen Geländeübungen qualifiziert für anspruchsvolle Aufgaben im Ingenieur- und Umweltsektor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Als Fachkraft für die nachhaltige Planung von Tunnelbauwerken, Spezialtiefbauten oder Geothermieanlagen übernehmen Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Ingenieur- und Hydrogeologie an der TU München zentrale Schnittstellenpositionen zwischen dem klassischen Bauingenieurwesen und der Geologie. Das viersemestrige Vollzeitstudium am Campus München vermittelt natur- und ingenieurwissenschaftliche Kompetenzen zur Lösung aktueller Herausforderungen wie der Trinkwassersicherung, der Nutzung regenerativer Energien oder dem Umgang mit alpinen Naturgefahren. Neben Hörsaal-Veranstaltungen bilden Laborpraktika und praktische Geländeübungen einen wesentlichen Bestandteil der Ausbildung.
Studieninhalte & Module
In den ersten drei Semestern werden die fachlichen Grundlagen vermittelt und durch Labor- sowie Projektarbeiten ergänzt. Im zweiten und dritten Semester setzen Studierende individuelle fachliche Schwerpunkte, bevor das Studium im vierten Semester mit der Master’s Thesis abschließt. Zu den Kernmodulen und Vertiefungsbereichen gehören:
- Ingenieurgeologie und Technische Gesteinskunde: Erkundung des Untergrunds und Bewertung von Gesteins- und Gebirgseigenschaften.
- Hydrogeologie und Chemische Analytik: Bestimmung hydrochemischer und hydrogeologischer Eigenschaften von Wassern.
- Alpine Naturgefahren und Ingenieurgeomorphologie: Erforschung von Hangbewegungen und Phänomenen wie dem Permafrostrückgang.
- Geothermie und Geoenergie: Prospektion klimaneutraler Energieressourcen.
- Methodische Vertiefungen: Numerische Modellierung, Geostatistik, Geoinformationssysteme (GIS) und Hangbewegungskartierung.
- Ergänzende Geowissenschaften: Quartärgeologie, Regionale Geologie und Mineralische Rohstoffe.
Berufsperspektiven
Die Absolventinnen und Absolventen sind als Expertinnen und Experten für die geologisch fundierte Konzeption von Infrastrukturen sowie die Risikobewertung von Naturgefahren ausgebildet. Sie finden nachhaltige Einsatzmöglichkeiten in Ingenieurbüros, Baufirmen sowie in der öffentlichen Verwaltung. Darüber hinaus qualifiziert der Masterabschluss für eine wissenschaftliche Laufbahn und eine anschließende Promotion.
Besonderheiten
- Einzigartiges Spektrum: Die TUM bietet deutschlandweit als einzige Universität ein derart breit gefächertes Masterangebot im Bereich der angewandten Geowissenschaften an.
- Berufliche Qualifikation: Die Vertiefungsrichtung „Ingenieurgeologie“ erfüllt bereits im Studium die curricularen Anforderungen für den „Sachverständigen für Geotechnik“.
- Spezialisierte Fachbereiche: Die Lehre wird durch vier eigenständige Fachbereiche (Ingenieurgeologie, Hydrogeologie, Hangbewegungen und Geothermal Technologies) getragen.
Zulassung & Voraussetzungen
Auswahlverfahren/Eignungsprüfung
Bestehen des Eignungsverfahrens
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester