Überblick
Der englischsprachige Masterstudiengang Physical Geography: Climate & Environmental Sciences an der FAU Erlangen-Nürnberg befasst sich intensiv mit komplexen Umweltprozessen und den Auswirkungen des globalen Klimawandels. Im mittelfränkischen Erlangen erwerben Studierende spezialisiertes Fachwissen in den Bereichen Klimaforschung, Geoinformatik und Umweltanalyse. Das forschungsorientierte Studium bietet durch moderne Labore und internationale Projekte – insbesondere im Bereich der Hochgebirgsökosysteme – eine praxisnahe Qualifikation.
Studieninhalte
Als Absolventin oder Absolvent des Masterstudiengangs „Physical Geography: Climate & Environmental Sciences“ eröffnen sich berufliche Perspektiven in der empirischen Klimaforschung, der Geoinformatik, bei Umweltbehörden sowie in der Analyse und Modellierung komplexer Erdbeobachtungs- und Umweltdaten.
Über den Studiengang
Der englischsprachige Masterstudiengang „Physical Geography: Climate & Environmental Sciences“ an der FAU Erlangen-Nürnberg ist ein weiterführendes Angebot im Fachbereich Geophysik mit einer Regelstudienzeit von vier Semestern. Das Studium vermittelt ein vertieftes Verständnis über die Treiber von Umweltprozessen, Landschaftsdynamiken und Klimawandelfolgen auf globaler, regionaler und lokaler Ebene. Durch flexibel wählbare Vertiefungsmodule gestalten Studierende ihr individuelles Qualifikationsprofil in den Forschungsschwerpunkten des Instituts.
Studieninhalte & Module
In den ersten drei Semestern erwerben die Studierenden eine fundierte methodische Ausbildung, bevor im vierten Semester die Masterarbeit absolviert wird. Die zentralen Inhalte orientieren sich an drei Säulen:
- Climate Research (Klimaforschung): Numerische Modellierung von Klimaprozessen (Schwerpunkt Atmosphäre und Kryosphäre), statistische Analyse großer Klimadatensätze, meteorologische Messtechniken und die Auswertung von Proxy-Daten wie Baumringen oder Bodeneigenschaften.
- Geoinformatics (Geoinformatik): Methoden der Fernerkundung und GIS, Verarbeitung optischer, hyperspektraler und Radardaten der Erdbeobachtung, Radarinterferometrie, Machine-Learning-Algorithmen sowie Programmierung und Softwareentwicklung für Big-Data-Szenarien.
- Environmental Analysis (Umweltanalyse): Vertiefende Labor- und Feldmethoden zur Untersuchung von Landschaftsdynamiken und Umweltveränderungen.
- Praxis- und Forschungsmodule: Durchführung eigener Projekte im Rahmen eines „Training Research Course“ (inklusive Logistik, Datenerhebung und Wissens-Transfer) sowie eine Exkursion (Field Trip) gegen Ende des zweiten Semesters.
- Master’s Thesis: Wissenschaftliche Abschlussarbeit im vierten Semester in enger Absprache mit den Betreuenden.
Berufsperspektiven
Das Studium qualifiziert für Fach- und Forschungsaufgaben in internationalen Umwelt- und Klimaprojekten, der akademischen Forschung sowie in Unternehmen der Geoinformatik und Datenanalyse. Durch die praxisnahe Ausbildung in Klimamodellierung, GIS und Programmierung sind Absolventinnen und Absolventen befähigt, datengestützte Lösungen für aktuelle ökologische Herausforderungen zu entwickeln. Zudem bereitet der Abschluss fundiert auf eine anschließende Promotion vor.
Besonderheiten
- Unterrichtssprache: Das Studium wird vollständig auf Englisch unterrichtet.
- Forschungsschwerpunkt Hochgebirge: Besonderer Fokus auf Hochgebirgsregionen (z. B. Alpen, Anden, Himalaya, Skandinavisches Gebirge) sowie Polar- und Trockengebiete.
- Exzellente Laborinfrastruktur: Zugang zu einem Boden- und Sedimentlabor, einem dendroökologischen Labor sowie einem Stabile-Isotopen-Labor.
- Interdisziplinäre Schnittstelle: Enge Verknüpfung zur Kulturgeographie im Forschungsfeld Gesellschaft-Umwelt-Interaktionen.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Guter Bachelorabschluss (oder Äquivalent) in Physischer Geographie oder einem einschlägigem Studium.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester