Überblick
Der Masterstudiengang Komplexes Entscheiden an der Universität Bremen bereitet angehende Führungskräfte auf vielschichtige Weichenstellungen vor allem im öffentlichen Sektor vor. Das interdisziplinäre Studium verknüpft Ansätze aus der Philosophie, Politik-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaft, um Konflikte zwischen unterschiedlichen Interessen systematisch zu lösen. Im Zentrum steht die Fähigkeit, selbst unter unübersichtlichen Bedingungen im digitalen Zeitalter tragfähige und ethisch fundierte Beschlüsse zu fassen.
Studieninhalte
Das Alleinstellungsmerkmal: Der Masterstudiengang „Komplexes Entscheiden“ zeichnet sich durch seinen fächerübergreifenden Ansatz aus, der systematisch Qualifikationen aus Philosophie, Ökonomie, Politik- und Rechtswissenschaft verbindet, um komplexe Zielkonflikte und Entscheidungslagen in öffentlichen Institutionen analysieren und lösen zu können.
Über den Studiengang
Der weiterführende Masterstudiengang „Komplexes Entscheiden“ (Master of Arts) am Fachbereich 09 der Universität Bremen richtet sich an angehende Nachwuchsführungskräfte. In einer Regelstudienzeit von vier Semestern lernen die Studierenden, wie mit aufeinandertreffenden Rationalitäten, wirtschaftlichem Effizienzstreben, rechtlichen Vorgaben und gesellschaftlichen Normen umzugehen ist. Das deutschsprachige Studium vermittelt neben analytischen Fähigkeiten auch normative Sicherheit und kommunikative Kompetenzen für die Praxis.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum basiert auf einer interdisziplinären Struktur aus zehn Modulen:
- Modul 1: Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen des Entscheidens (12 CP)
- Modul 2: Normativ-ethische und wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven (9 CP)
- Modul 3: Politik- und rechtswissenschaftliche Perspektiven (9 CP)
- Modul 4: Entscheidungs- und Spieltheorie (9 CP)
- Modul 5: Ökonomische und politische Rahmenbedingungen öffentlicher Entscheidungen (9 CP)
- Modul 6: Ethische und rechtliche Rahmenbedingungen öffentlicher Entscheidungen (9 CP)
- Modul 7: Quantitative und qualitative Methoden (6 CP)
- Modul 8: Interdisziplinärer Projektbereich (15 CP)
- Modul 9: Pflichtpraktikum (12 CP)
- Modul 10: Masterarbeit und Kolloquium (30 CP)
Berufsperspektiven
Das Studium qualifiziert primär für Führungs- und Entscheidungsaufgaben in öffentlichen Institutionen und Organisationen. Die Absolventinnen und Absolventen werden darauf vorbereitet, Systemparalysen, Verzögerungen oder Fehlentscheidungen in komplexen Akteurskonstellationen entgegenzuwirken. Durch die Methodenschulung und das integrierte Pflichtpraktikum erwerben die Studierenden ein praxisnahes Profil für anspruchsvolle Beratungs- und Leitungstätigkeiten.
Besonderheiten
Im Studiengang werden regelmäßig Exkursionen nach Berlin und Brüssel durchgeführt. Zudem gibt es eine Kooperation mit der Universität Antwerpen für die International Week Sustainability sowie eine eigene International Decision Making Week im Wintersemester in Bremen. Die Jahrgangsgröße ist auf maximal 35 Studierende im ersten Semester begrenzt.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Für die Aufnahme in einen Masterstudiengang ist der Abschluss eines Studiums auf Bachelor-Niveau Voraussetzung. Die fachspezifischen Zugangsvoraussetzungen sind in der aktuellen Aufnahme-/Zulassungsordnung geregelt (siehe www.dbs.uni-bremen.de oder www.uni-bremen.de/master). Darin enthalten sind auch die unterschiedlichen Fristen für die Nachweiserbringung.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester