Überblick
Der englischsprachige Masterstudiengang International Human Rights and Humanitarian Law an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) verbindet den internationalen Schutz der Menschenrechte mit dem humanitären Völkerrecht. Studierende analysieren rechtliche Rahmenbedingungen in Friedenszeiten ebenso wie in bewaffneten Konflikten. Das dreisemestrige Studium bereitet gezielt auf Tätigkeiten bei internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und in der Rechtsberatung vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Das Alleinstellungsmerkmal dieses englischsprachigen Weiterbildungsstudiengangs liegt in der einzigartigen Kombination aus traditionellem internationalem Menschenrechtsrecht und humanitärem Völkerrecht, die den Schutz von Einzelpersonen sowohl in Friedenszeiten als auch in bewaffneten Konflikten integriert. Der weiterführende Studiengang schließt mit dem Grad Master of Laws (LL.M.) ab und zeichnet sich durch ein intensives Studienmodell aus, das zwei jeweils achtwöchige Unterrichtsblöcke mit einer anschließenden Praxis- und Thesis-Phase verbindet. Das Studium umfasst drei Semester im Vollzeitmodell, kann aber auch flexibel im Teilzeitmodell auf bis zu sechs Semester gestreckt werden.
Studieninhalte & Module
- Grundlagen des Völkerrechts: Philosophische, politische und historische Fundamente des internationalen Menschenrechtsschutzes und des humanitären Völkerrechts.
- Recht in Krisen- und Konfliktsituationen: Juristische Bewältigung von Problemlagen bei bewaffneten Konflikten, Bürgerkriegen, Terrorismus, Friedensmissionen und humanitären Interventionen.
- Praktische Rechtsanwendung: Entwicklung von Fertigkeiten zur Anwendung internationaler Schutzstandards, beispielsweise in Gerichtsverfahren, öffentlichen Verwaltungen und forensischen Untersuchungen.
- Konfliktlösung und Post-Konflikt-Transition: Mechanismen der Konfliktbeilegung, Gestaltung von Friedensverhandlungen und Übergangsprozessen nach Konflikten.
- Rechtsschutz und Institutionen: Umfassende Analyse internationaler Garantie- und Durchsetzungssysteme über verschiedene gerichtliche und institutionelle Verfahren.
Berufsperspektiven
Der Studiengang bereitet gezielt auf anspruchsvolle Aufgaben in der nationalen und internationalen Politikgestaltung sowie im öffentlichen Dienst vor. Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für Tätigkeiten in der öffentlichen oder privaten Rechtspraxis sowie in internationalen und nationalen Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Zudem eröffnet der Masterabschluss hervorragende Perspektiven in der akademischen Lehre, der juristischen Forschung und der Publikationsarbeit.
Besonderheiten
- Abschlussvarianten: Neben dem LL.M. (90 ECTS) werden auch ein Diploma (60 ECTS, zwei Semester) und ein Certificate (30 ECTS, ein Semester) angeboten.
- Internationale Ausrichtung: Unterrichtssprache ist vollständig Englisch (keine Deutschkenntnisse erforderlich) mit intensiver interkultureller Interaktion.
- Zugangsvoraussetzungen: Erforderlich sind ein erster juristischer oder gleichwertiger Hochschulabschluss, nachgewiesene Englischkenntnisse (z. B. TOEFL iBT ab 93, IELTS ab 7,0) sowie in der Regel mindestens ein Jahr praktische Berufserfahrung.
- Studiengebühren: Die Gebühren für das LL.M.-Programm betragen 7.900 € (zzgl. eines Semesterbeitrags von derzeit ca. 380 € pro Semester inkl. ÖPNV-Ticket).
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Hochschulabschluss im Fach Rechtswissenschaften oder Äquivalent; mind. einjährige qualifizierte erufserfahrung; Englischkenntnisse (IELTS 6.0)
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester