Überblick
An der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum vermittelt der Bachelorstudiengang Heilpädagogik und Inklusive Pädagogik fachliche Kompetenzen zur Begleitung und gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen. Das Studium orientiert sich an ethischen Grundsätzen, den UN-Menschenrechten sowie Prinzipien der Chancengleichheit. Absolvierende werden darauf vorbereitet, Barrieren abzubauen und Individuen in unterschiedlichsten Lebensphasen professionell zu unterstützen.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Heilpädagog*innen und Inklusive Pädagog*innen fördern Menschen mit körperlichen, seelischen oder geistigen Beeinträchtigungen und unterstützen sie bei einer gleichberechtigten, selbstbestimmten sowie barrierefreien Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Besondere Merkmale der Qualifikation an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe sind die Orientierung an den Grundsätzen der UN-Behindertenrechtskonvention, die Auseinandersetzung mit den Disability Studies sowie eine fundierte diagnostische Ausbildung. Die akademische Ausbildung schließt mit dem Bachelor of Arts inklusive staatlicher Anerkennung ab und lässt sich flexibel in Vollzeit (6 Semester) oder Teilzeit (9 Semester) absolvieren.
Studieninhalte & Module
Verknüpft werden pädagogische, medizinische, psychologische, rechtliche und soziologische Grundlagen. Vertiefungen sind über Schwerpunkte und Wahlmodule möglich:
- Diagnostische Ausbildung: Durchführung heilpädagogischer Diagnostik, Erstgespräche und Erstellung individueller Förderpläne.
- Menschenrechte & Disability Studies: Vertiefung von Theorien der Heil- und Inklusiven Pädagogik im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention.
- Spezifische Handlungsfelder: Wahlmodule in den Bereichen Förderung und Therapie, Bildung und Erziehung, Leben und Arbeiten sowie Organisationsentwicklung.
- Methoden- und Beratungskompetenz: Vermittlung von Kenntnissen in empirischer Sozialforschung, Ethik, Recht, professionellem Handeln sowie Kommunikation, Beratung und Gesprächsführung.
Berufsperspektiven
Absolvent*innen übernehmen Aufgaben in der Diagnostik, der Einzel- und Gruppenförderung sowie in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Fachkräften aus Medizin und Therapie. Sie führen Erstgespräche, leiten Fallbesprechungen und erarbeiten eigenverantwortlich strukturierte Förderkonzepte. Mögliche Einsatzfelder sind:
- Interdisziplinäre Frühförderstellen und heilpädagogische Praxen
- Einrichtungen der Bildung und Erziehung
- Angebote im Bereich Leben und Arbeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen
- Dienste und Organisationen im Feld der Inklusions- und Entwicklungsförderung
Besonderheiten
- Integrierte Praxisphasen: Die Ausbildung beinhaltet eine theoriegeleitete Praxiserfahrung, ein mehrsemestriges Teilzeitpraktikum sowie ein eigenständiges Praxisprojekt.
- Flexible Verlaufsformen: Es kann zwischen einem Vollzeitmodell (6 Semester) und einem Teilzeitmodell (9 Semester) gewählt werden.
- Punktevergabeverfahren: Neben der Hochschulreife fließen auch praktische Erfahrungen wie Ehrenämter oder Freiwilligendienste positiv in die Zulassung ein.
Zulassung & Voraussetzungen
Auswahlverfahren/Eignungsprüfung
Hochschulinternes Auswahlverfahren nach einem Punktesystem sowie: Allgemeine, fachgebundene oder Fachhochschulreife (ggf. die einschlägigen Äquivalenzregelungen) stellen die grundsätzlichen Zugangsvoraussetzungen für die Aufnahme in den Bachelorstudiengang dar. Näheres regelt die Zulassungsordnung.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester