Überblick
Der duale Bachelorstudiengang Verfahrenstechnik an der Hochschule Niederrhein am Standort Krefeld kombiniert eine praxisnahe Ausbildung im Unternehmen mit einem fundierten ingenieurwissenschaftlichen Studium. Im Mittelpunkt steht die effiziente, technische Gestaltung und Optimierung von industriellen Stoffumwandlungsprozessen. Studierende erwerben umfassendes Know-how für nachhaltige Produktionsverfahren in zukunftsweisenden Branchen wie der Chemie-, Lebensmittel- und Energieindustrie.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Als praxisintegrierende Kombination verbindet dieser duale Studiengang am Campus Krefeld West das ingenieurwissenschaftliche Studium der Verfahrenstechnik mit einer betrieblichen Berufsausbildung in der Industrie. Studierende erwerben in acht Semestern fundierte Kenntnisse zur technischen und wirtschaftlichen Umsetzung von Stoffumwandlungsprozessen unter Berücksichtigung von Energieeffizienz, Sicherheit und Umweltschutz. Das Aufgabenspektrum reicht von der Rohstoffverarbeitung über die Herstellung von Konsum- und Industriegütern bis hin zum Recycling.
Studieninhalte & Module
Im Zentrum der Ausbildung steht die technische Realisierung von Prozessen zur Herstellung fließfähiger Güter wie Medikamente, Lebensmittel, Kosmetika, Lacke oder nachhaltige Energieträger.
- Stoff- und Energiebilanzierung: Erfassung und Berechnung von Prozess- und Energieströmen
- Anlagen- und Komponentenberechnung: Auslegung technischer Apparate und Maschinen
- Prozess- und Produktentwicklung: Verfahren zur Erzeugung und Behandlung von Stoffen
- Steuer- und Regelungstechnik: Entwicklung von Automatisierungskonzepten für verfahrenstechnische Prozesse
- Sicherheitstechnik und Energieeffizienz: Methoden zur Gewährleistung eines sicheren und nachhaltigen Anlagenbetriebs
- Qualitätssicherung: Erhalt und Kontrolle spezifischer Stoffeigenschaften
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen arbeiten an Schnittstellen zwischen Chemie, Maschinenbau, Automatisierungstechnik und Wirtschaftswissenschaften. Sie übernehmen Fach- und Führungsaufgaben bei der Entwicklung, Planung, Inbetriebnahme und Optimierung verfahrenstechnischer Produktionsanlagen.
- Entwicklung innovativer Fertigungsverfahren und Produkte
- Berechnung, Planung und Bau von Industrieanlagen
- Projekt- und Mitarbeiterführung in Produktionsbetrieben
- Überwachung der Produktqualität sowie des Umwelt- und Sicherheitsmanagements
- Konsekutiver Übergang in den Masterstudiengang „Rechnergestützte Verfahrenstechnik (M.Sc.)“
Besonderheiten
- Verbindung von Studium und Praxis: Der Studiengang setzt einen Ausbildungsvertrag bei einem Partnerunternehmen voraus (z. B. Covestro AG, Lanxess GmbH, INEOS Manufacturing GmbH oder kolb Cleaning Technology GmbH).
- Breites Berufsspektrum: Kompatibel mit Ausbildungsberufen wie Chemikant/in, Chemielaborant/in, Industriemechaniker/in, Mechatroniker/in oder Technische/r Produktdesigner/in.
- Akkreditierung: Das Studienangebot ist durch die Systemakkreditierung der Hochschule Niederrhein qualitätsgesichert.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Allgemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung
Besondere Einschreibungsvoraussetzungen
- Ausbildungsbegleitender dualer Studiengang: Ausbildungsvertrag
- Praxisbegleitender dualer Studiengang: Trainee- oder Arbeitsvertrag über vier Jahre
Nachweis Ausbildungsvertrag
- Bis spätestens zum 30. September, also kurz vor Studienbeginn.
Ausbildungsberufe zum Studiengang
- Technische/r Produktdesigner/in
- Technische/r Systemplaner/in
- Industriemechaniker/in
- Zerspanungsmechaniker/in
- Konstruktionsmechaniker/in
- Mechatroniker/in
- Elektroniker/in
- Systemelektroniker/in
- Verfahrensmechaniker/in
- Chemielaborant/in
- Chemikant/in
- Metallbauer/in
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester