Überblick
Der Bachelorstudiengang Computerlinguistik an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken verbindet Erkenntnisse der Sprachwissenschaft mit technischem Know-how aus der Informatik und Mathematik. Studierende erlernen die theoretischen und praktischen Methoden, um menschliche Sprache durch digitale Systeme zu analysieren und zu verarbeiten. Durch die enge Anbindung an führende Forschungsinstitute bietet der Standort erstklassige Bedingungen für einen erfolgreichen Karrierestart.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Als Expertinnen und Experten für sprachverstehende Systeme arbeiten Computerlinguisten an der Entwicklung von Suchmaschinen, maschinellen Übersetzungssystemen oder Sprach-Dialogsystemen. Der Standort Saarbrücken zählt weltweit zu den führenden Zentren für Sprachtechnologie und profitiert von der engen Kooperation mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie der Saarbrücker Informatik. Die wissenschaftliche Ausbildung verbindet Sprach- und Kognitionswissenschaften mit Informatik sowie mathematischen Grundlagen wie Logik und Statistik, wobei keine spezifischen Programmierkenntnisse vorausgesetzt werden.
Studieninhalte & Module
Der Studiengang umfasst insgesamt 180 Leistungspunkte (CP) und gliedert sich in verpflichtende Grundmodulbereiche sowie einen flexiblen Wahlbereich.
- Mathematische Grundlagen (20 CP): Vermittlung von mathematischen Basiskenntnissen wie formaler Logik und Statistik.
- Computerlinguistische Grundlagen (42 CP): Pflichtmodule u. a. zu Einführung in die Computerlinguistik, Programmierkurs, Statistics Lab, Computerlinguistische Algorithmen, Elements of Machine Learning, Neuronale Modellierung von Sprache sowie Neural Networks: Implementation and Application.
- Sprachwissenschaftliche Grundlagen (30 CP): Kurse zu Syntax und Morphologie, Phonetik und Phonologie, Empirischen Methoden, Sinn und Bedeutung sowie Linguistic Diversity.
- Seminare, Projekte & Abschlussarbeit: Computerlinguistische Seminare und Softwareprojekte (31–49 CP) sowie die Bachelorarbeit mit zugehörigem Seminar (19 CP).
- Wahlbereich (18–36 CP): Vertiefungsvorlesungen in Computerlinguistik, Informatik, Phonetik, Veranstaltungen zur Struktur einer Fremdsprache (z. B. Japanisch oder Chinesisch) oder ein Berufspraktikum.
Berufsperspektiven
Entwicklerinnen und Entwickler im Bereich der Sprachtechnologie finden Arbeitsfelder in IT-Unternehmen, die Software für automatische Sprachverarbeitung, intelligente Dialogsysteme oder Suchmaschinen realisieren. Der Abschluss dient als Sprungbrett in die Berufspraxis oder als Basis für ein weiterführendes Studium. An der Universität des Saarlandes schließen unter anderem die Masterstudiengänge Language Science and Technology und Language and Communication Technology an.
- Entwicklung von Sprach-Dialogsystemen, Suchmaschinen und maschinellen Übersetzungssystemen
- Arbeit in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Informationstechnologie
- Weiterqualifikation über Masterstudiengänge (z. B. Computer Science oder Germanistik mit Schwerpunkt Sprachwissenschaft)
Besonderheiten
Über internationale Forschungsnetze und Kooperationen mit Sprachtechnologiefirmen vermittelt das Institut gezielt Industriepraktika sowie Auslandsaufenthalte. Studierende sind durch Praxisprojekte frühzeitig in die Forschungsaktivitäten des Standorts und des angrenzenden Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) eingebunden.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester