Überblick
Der Bachelorstudiengang Chemie an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken vermittelt ein fundiertes naturwissenschaftliches Fundament zur Erforschung stofflicher Strukturen und Reaktionen. Neben den klassischen Kernbereichen der Chemie profitieren Studierende von Anwendungsbezügen zu den Material- und Lebenswissenschaften. Ein besonderes Highlight ist die Option, das Studium im Rahmen einer deutsch-französischen Kooperation mit einem internationalen Doppelabschluss zu absolvieren.
Studieninhalte
Wie lassen sich Stoffe auf molekularer Ebene verstehen und für Anwendungen in Medizin, Materialwissenschaften oder Industrie gezielt verändern?
Über den Studiengang
Eine breite naturwissenschaftliche Grundausbildung in allen chemischen Kernfächern bildet das Fundament dieses Studiengangs an der Universität des Saarlandes. Die Ausbildung zeichnet sich durch eine hohe Praxisnähe aus, bei der rund die Hälfte der Ausbildung auf experimentelles Arbeiten in Laboratorien entfällt. Neben fachlichen Inhalten werden wissenschaftliche Arbeitsmethoden, mathematisch-physikalische Grundlagen sowie Schlüsselqualifikationen wie Team- und Kommunikationsfähigkeit vermittelt.
Studieninhalte & Module
In den ersten Semestern erwerben die Studierenden ein breites Fundament in den Kernbereichen der Chemie, das durch Mathematik und Physik ergänzt wird. Im Verlauf des Studiums folgen Vertiefungen sowie berufsvorbereitende Inhalte wie Toxikologie und Gefahrstoffkunde. Der Aufbau umfasst folgende Bereiche:
- Pflichtmodule (162 CP): Allgemeine Grundlagen der Chemie (12 CP), Anorganische Chemie I–IV (29 CP), Analytische Chemie I–II (14 CP), Organische Chemie I–IV (30 CP), Physikalische Chemie I–IV (28 CP), Spektroskopie (10 CP), Mathematik (10 CP), Physik (11 CP), Berufsvorbereitendes Modul mit Toxikologie und Gesetzeskunde (6 CP) sowie die Bachelorarbeit (12 CP).
- Wahlpflichtbereich (18 CP): Freie Wahl von sechs Veranstaltungen (je 3 CP) aus den Fachgebieten Biochemie, Industrielle Chemie, Makromolekulare Chemie, Materialchemie, Organische Chemie, Physikalische Chemie oder Theoretische Chemie.
Berufsperspektiven
Absolventen können unmittelbar in den Beruf einsteigen oder ein weiterführendes Masterstudium im In- oder Ausland anschließen, beispielsweise in Chemie, Biotechnologie oder Materialchemie. Das Aufgabenfeld reicht von der Entwicklung neuer Wirk- und Werkstoffe über die Qualitätskontrolle bis hin zur Prozessentwicklung. Mögliche Einsatzbereiche umfassen:
- Chemische Produktion und pharmazeutische Industrie
- Bauwirtschaft, Landwirtschaft und Pflanzenschutz
- Automobilindustrie, Elektronik und Mikroelektronik
- Technischer Außendienst, beratende Tätigkeiten und Behörden
Besonderheiten
- Hoher Praxisanteil: Von den 180 Credit Points entfällt rund die Hälfte auf intensiv betreute Laborpraktika.
- Deutsch-Französischer Doppelabschluss: Es besteht die Möglichkeit, eine internationale Studienvariante in Kooperation mit der Université de Strasbourg oder der Université de Rennes zu absolvieren.
- Kombination als Nebenfach: Chemie kann zusätzlich als Nebenfach im Umfang von 63 CP im 2-Fächer-Bachelor Philosophie studiert werden.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester