Überblick
Der Masterstudiengang Bio- und Umwelttechnik an der Hochschule RheinMain vertieft ingenieurwissenschaftliche Kompetenzen an der Schnittstelle von Biotechnologie und Ökologie. In Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences werden Studierende darauf vorbereitet, wissenschaftliche Methoden auf komplexe verfahrenstechnische und umweltrelevante Fragestellungen anzuwenden. Das dreisemestrige Studium befähigt zu verantwortungsvollen Fach- und Führungsaufgaben in Wirtschaft, Industrie und Forschung.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Bio- und Umwelttechnik planen und errichten umwelt- und bioverfahrenstechnische Anlagen, implementieren biotechnologische Produktionsprozesse und entwickeln zielgerichtete Lösungskonzepte für die Praxis. Der deutschsprachige Vollzeitstudiengang am Campus Rüsselsheim der Hochschule RheinMain umfasst eine Regelstudienzeit von drei Semestern und schließt mit dem Master of Engineering ab. Das Studium vermittelt vertiefende Kenntnisse sowie wissenschaftliche Methoden in Spezialgebieten der Bio- und Umwelttechnik und bietet bei insgesamt 300 Credit Points die Basis für eine anschließende Promotion.
Studieninhalte & Module
Die Lehrinhalte vermitteln vertiefte fachliche und wissenschaftliche Kompetenzen in folgenden Themenbereichen:
- Biologische Abwasser- und Abluftreinigung: Planung und Einsatz effizienter biologischer Verfahren.
- Biotechnische Aufarbeitung & Produktionsprozesse: Entwicklung von Verfahren und Implementierung von Prozessen im biotechnologischen Bereich.
- Umweltsanierungstechniken & Umweltqualität: Bewertung der Umweltqualität sowie Entwicklung und Anwendung von Sanierungsverfahren.
- Ökotoxikologische Bewertung: Untersuchung von Schadstoffbelastungen (z. B. Mikroplastik oder Metalle) und deren Auswirkungen auf Umwelt und Ökosysteme.
- Angewandte Forschung & Entwicklung: Durchführung wissenschaftlicher Entwicklungs-, Untersuchungs- und Überwachungstätigkeiten unter Berücksichtigung ökonomischer Aspekte.
Berufsperspektiven
Aufgrund des breit angelegten Studiums ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Industrie, Wirtschaft und Forschung für technisch planende und gestaltende Aufgaben. Absolvent:innen arbeiten in der Anlagenplanung, der Verfahrensentwicklung, bei Zulassungsverfahren von umweltrelevanten Stoffen oder der Erstellung von Gutachten. Zudem eröffnet der Abschluss bei Erreichen von 300 ECTS-Punkten den Zugang zum höheren Dienst sowie die Möglichkeit zur Promotion.
Besonderheiten
Der Studiengang ist ein Kooperationsstudiengang der Hochschule RheinMain und der Frankfurt University of Applied Sciences, weshalb die Lehrveranstaltungen an beiden Hochschulen stattfinden. Der Zugang setzt ein erstes Studium (Bachelor/Diplom) mit mindestens 210 ECTS-Punkten und der Gesamtnote 2,3 oder besser voraus; fehlende ECTS-Punkte für die erforderlichen 300 ECTS-Punkte können nach Absprache durch Zusatzleistungen nachgeholt werden.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bachelorabschluss (oder vergleichbar) mit Gesamtnote mindestens 2,3 aus der Umwelttechnik, Bioverfahrenstechnik, Mathematik, Chemie, Physik, Verfahrenstechnik, Ökologie oder Biologie sowie mindestens 13 Wochen Berufspraxis oder ein Forschungs-/Praxisprojekt.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester