Überblick
Der Bachelorstudiengang Bio- und Umwelttechnik an der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel kombiniert naturwissenschaftliche Expertise mit ingenieursmäßigen Lösungsansätzen für den Umweltschutz. Studierende beschäftigen sich intensiv mit Zukunftsfragen wie der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, der Vermeidung von Umweltbelastungen und der Nutzung biologischer Prozesse. Neben fundiertem Fachwissen bietet das sieben Semester umfassende Studium die Option, einen internationalen Doppelabschluss zu erwerben.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle von Biotechnologie und Umwelttechnik widmet sich der zulassungsfreie Bachelorstudiengang „Bio- und Umwelttechnik“ (B.Eng.) an der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel den Herausforderungen der Bioökonomie sowie der Circular Economy. Studierende lernen, Umweltbelastungen wie Mikroplastik, Feinstaub oder Nitrat zu analysieren sowie Sanierungskonzepte und nachhaltige Produktionsverfahren auf Basis nachwachsender Rohstoffe zu entwickeln. Das siebensemestrige Vollzeitstudium an der Fakultät Versorgungstechnik umfasst 210 ECTS und kombiniert naturwissenschaftliche Grundlagen mit ingenieurwissenschaftlicher Praxis.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum unterteilt sich in ein dreisemestriges Grundlagenstudium und ein viersemestriges Fachstudium:
- Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen: Mathematik 1 & 2, Physik, Elektrotechnik, Thermodynamik, Strömungstechnik, Regelungstechnik, Digitales Planen/CAD-Labor und Grundlagen der numerischen Programmierung.
- Chemisch-biologische Grundlagen & Analytik: Organische und Biochemie, Anorganische und Physikalische Chemie, Molekular- und Zellbiologie, Mikrobiologie, Analytische Chemie und Instrumentelle Analytik.
- Umwelttechnik & Nachhaltigkeit: Immissionsschutz/Luftreinhaltung, Siedlungswasserwirtschaft sowie interdisziplinäre Projekte zu Klimawandel und Nachhaltigkeit.
- Angewandte Biotechnologie: Bioverfahrenstechnik 1 (Produktion) und 2 (Aufbereitung), Anlagenplanung sowie Umwelt- und Biotechnologie.
- Praxis & Vertiefung: Wahlpflichtmodule mit experimentellem Schwerpunkt (Vertiefungslabore Biotechnologie/Umwelttechnik) oder projektbasiertem Schwerpunkt (Bioökonomie/Produktionsintegrierter Umweltschutz - PIUS), ergänzt durch ein sechswöchiges Grundpraktikum und ein siebenwöchiges Fachpraktikum.
- Überfachliche Qualifikationen: Betriebswirtschaft und Recht sowie Projektmanagement.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen finden vielfältige Einsatzbereiche in der biotechnologischen, pharmazeutischen und chemischen Industrie sowie in Ingenieur- und Planungsbüros. Weitere Tätigkeitsfelder liegen in der Abfall- und Abwasserwirtschaft, im betrieblichen Umweltschutz, der Ökosystem-Renaturierung sowie bei Versorgungsunternehmen, Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden. Zudem qualifiziert der Abschluss für Aufgaben in Forschung und Entwicklung oder ein weiterführendes Masterstudium (z. B. Energiesysteme und Umwelttechnik).
Besonderheiten
Im Studienverlauf besteht die Möglichkeit für einen Auslandsaufenthalt mit einem Doppelabschluss („double degree“). Zudem können Studierende ihr Qualifikationsprofil im höheren Semester flexibel gestalten, indem sie nach eigenen Interessen zwischen experimentellen Vertiefungslaboren und projektorientierten Modulen wählen.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Ein 13-wöchiges Zugangspraktikum ist bis zur Anmeldung der Bachelorarbeit nachzuweisen. Empfehlung: 6 Wochen des Praktikums vor Studienbeginn.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester