Überblick
Der Bachelorstudiengang Hebammenwissenschaft an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena kombiniert eine akademische Ausbildung mit intensiver praktischer Erfahrung in der Geburtshilfe. Studierende werden fundiert darauf vorbereitet, werdende Mütter und Familien während Schwangerschaft, Geburt sowie Wochenbett professionell zu begleiten. Durch die enge Kooperation mit Praxispartnern am Standort Jena und in der Region erwerben die Absolvierenden sowohl evidenzbasiertes Fachwissen als auch praktische Handlungskompetenzen.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Der primär qualifizierende und duale Vollzeit-Studiengang „Hebammenwissenschaft / Midwifery“ (B.Sc.) an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena führt in acht Semestern zu einem ersten berufsqualifizierenden akademischen Abschluss mit 240 ECTS-Punkten. Das Studium bereitet umfassend auf die Betreuung und Versorgung von Frauen und deren Familien in allen Phasen der reproduktiven Lebensphase vor. Für die Immatrikulation ist der Nachweis eines akademischen Ausbildungsvertrags mit einer der kooperierenden Praxiseinrichtungen erforderlich.
Studieninhalte & Module
Die Studieninhalte gliedern sich in theoretische, praktische und wissenschaftliche Kompetenzbereiche:
- Theorie und Praxis der Hebammenversorgung: Präkonzeptionelle Beratung sowie Begleitung von Schwangerschaften, Geburts- und Wochenbettverläufen.
- Berufspraktischer Studienteil: Praktische Einsätze (Praxismodule I–IV inklusive Externat) im klinischen Umfeld sowie in Geburtshäusern und Hebammenpraxen.
- Simulation und Skills Training: Realitätsnahes Einüben von Handlungsabläufen und Szenarien im hochschuleigenen Skills-Lab.
- Biowissenschaftliche und medizinische Grundlagen: Fundiertes Fachwissen zu biologischen und medizinischen Prozessen.
- Interdisziplinäre Grundlagen: Inhalte aus Sozialwissenschaften, Ethik, Wirtschaft und Recht.
- Wissenschaftliche Kompetenz: Methoden zur Begründung, Reflexion und Bewertung von Versorgungsleistungen.
- Individuelle Profilbildung: Vertiefende Wahlpflichtmodule im 7. Fachsemester.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen betreuen Frauen und Familien selbstständig, bedürfnisorientiert und wissenschaftsbasiert von der Schwangerschaft über die Geburt bis hin zum Wochenbett. Sie treffen Versorgungsentscheidungen in komplexen geburtshilflichen Situationen im klinischen wie auch im ambulanten Kontext. Zudem befähigt das Studium dazu, innovative Versorgungsmodelle wie hebammengeleitete Kreißsäle, ambulante Angebote oder digital gestützte Versorgungsnetzwerke zu entwickeln und umzusetzen.
Besonderheiten
- Duales Studienmodell: Enge Verzahnung von theoretischer Lehre an der Hochschule und praktischer Ausbildung bei kooperierenden Kliniken, Geburtshäusern und Freiberuflichen.
- Skills-Lab: Vorklinisches Training von realitätsnahen Simulationsszenarien zur Vorbereitung auf den Praxiseinsatz.
- Interdisziplinäres Lernen: Gemeinsame Module mit Studierenden anderer Gesundheitsfachberufe und der Humanmedizin fördern die spätere Teamarbeit.
- Rotationsprinzip und Externat: Praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Versorgungsstufen, -modellen und Betreuungsumgebungen.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Allgemeine Hochschulreife (Abitur) ODER Fachgebundene Hochschulreife ODER Fachhochschulreife
Ausbildungsvertrag mit einem kooperierenden Krankenhaus
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester