Überblick
Das Hauptfach Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Freiburg widmet sich der vielschichtigen Erforschung historischer Entwicklungen von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Anstelle reiner Ereignisgeschichte stehen im Breisgau moderne sozial- und kulturwissenschaftliche Ansätze sowie die Entstehung maßgeblicher gesellschaftlicher Ideologien im Mittelpunkt. Studierende lernen, historische Narrative kritisch zu analysieren und die Wurzeln moderner Demokratien sowie Nationalstaaten zu verstehen.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle von modernen gesellschaftlichen Entwicklungen und interdisziplinären Forschungsansätzen behandelt der 2-Fächer-Studiengang Neuere und Neueste Geschichte (Bachelor of Arts) an der Universität Freiburg die Geschichte seit der Frühen Neuzeit. Statt reiner Ereignisgeschichte stehen Sozial- und Milieugeschichte, konstruktivistische Theorien sowie der Einfluss von Faktoren wie Gefühlen, Kunst oder dem Klima auf historische Prozesse im Zentrum. Studierende lernen dabei, Quellen kritisch zu hinterfragen und die Entstehung historischer Erzählungen zu entschlüsseln.
Studieninhalte & Module
Das 6-semestrige Studium (180 ECTS-Punkte) deckt folgende inhaltliche Schwerpunkte ab:
- Frühe Neuzeit: Orientierung über die Entwicklungen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert.
- Neuere Geschichte: Thematische Schwerpunkte des 19. Jahrhunderts.
- Neueste Geschichte: Untersuchung der Prozesse des 20. und 21. Jahrhunderts.
- Ältere Epochen: Ergänzende Module aus der Antike oder dem Mittelalter zur Erweiterung des Spektrums.
- Vertiefungsmodule: Selbst gewählte Spezialisierung auf zwei Epochen in den höheren Semestern.
- Regionale Dimensionen: Kurse zur west- und osteuropäischen Geschichte sowie Angebote in ostasiatischer Geschichte.
- Methoden & Interdisziplinariatät: Quellenkritik, Textinterpretation und die Verknüpfung mit Ansätzen aus Soziologie, Politikwissenschaft oder Klimaforschung.
Berufsperspektiven
Das Studium vermittelt die Fähigkeit zum vernetzten Denken und zur analytischen Textinterpretation, was den Zugang zu vielfältigen Berufsfeldern eröffnet. Absolventinnen und Absolventen arbeiten unter anderem im Journalismus, Verlagswesen, in den Medien, Museen, Gedenkstätten oder der Denkmalpflege. Weitere Tätigkeiten bieten sich in Archiven, Bibliotheken, der öffentlichen Verwaltung, bei NGOs, Stiftungen sowie in Wissenschaft und Forschung.
Besonderheiten
- Keine Lateinkenntnisse nötig: Für diesen Studiengang werden explizit keine Lateinkenntnisse vorausgesetzt.
- Spitzenplatzierung in Rankings: Die Universität Freiburg zählt deutschlandweit zu den führenden Universitäten für Geschichte und belegt regelmäßig Spitzenpositionen in Rankings.
- Vielfältige Kombinationen: Als Hauptfach lässt sich die Neuere und Neueste Geschichte mit zahlreichen Fachbereichen wie Soziologie, Politikwissenschaft, Medienwissenschaften oder BWL kombinieren.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester