Überblick
Der Bachelorstudiengang Getränketechnologie an der Hochschule Geisenheim vermittelt naturwissenschaftliche, technische und ökonomische Kenntnisse zur Herstellung und Verarbeitung unterschiedlichster Getränke. Studierende befassen sich intensiv mit der gesamten Prozesskette von der Rohstoffauswahl über moderne Abfüll- und Verfahrenstechniken bis hin zur Qualitätskontrolle. Das praxisorientierte Studium bereitet gezielt auf vielfältige Fach- und Führungsaufgaben in der internationalen Getränke- und Lebensmittelbranche vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Die ganzheitliche Abbildung der Wertschöpfungskette flüssiger Lebensmittel – von der Annahme der Rohware über die Prozesstechnik bis hin zur Prüfung und Vermarktung von Fruchtsaft, Bier oder Spirituosen – bildet das zentrale Profil des Studiengangs an der Hochschule Geisenheim. Studierende erwerben ein fundiertes natur- und ingenieurwissenschaftliches Fundament, kombiniert mit verfahrenstechnischem Know-how, Marketing und Betriebswirtschaft. Der grüne Campus im Rheingau bietet dabei eine moderne technische Ausstattung mit eigenen Pilotanlagen sowie kleine Lerngruppen.
Studieninhalte & Module
In den ersten Semestern erarbeiten sich die Studierenden mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen sowie Basiswissen der Rohwarenkunde und Sensorik. Darauf aufbauend vertiefen sie ihr Wissen in verfahrenstechnischen, analytischen und wirtschaftswissenschaftlichen Fachdisziplinen.
- Natur- und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen: Chemie I & II, Physik, Mathematik und Statistik, Informationstechnologie, Grundlagen der Verfahrenstechnik.
- Getränketechnologie & Analytik: Getränkechemie, Mikrobiologie, Wasser, Verfahrenstechnik, Füll- und Verpackungstechnik, Betriebstechnik, Biotechnologie, Analytik mikrobieller Getränkeinhaltsstoffe.
- Produktspezifische Vertiefungen: Brauerei, Erfrischungsgetränke, Frucht- und Gemüsesäfte, Oenologie, Weinchemie, Weinbeurteilung.
- Wirtschaft, Recht & Management: Grundlagen Marketing, Wein- und Getränkemarketing, Betriebswirtschaft, Volkswirtschaftslehre, Lebensmittel- und Weinrecht, Unternehmensführung, Kostenrechnung, Investitions- und Finanzplanung, Projekt Strategische Planung.
- Praxis- und Projektmodule: Projekt Fruchtsaft, Projekt Bier, Projekt Sektherstellung, Projekt Spirituosen, Seminar für Getränketechnologie.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen sind für Fach- und Führungsausgaben in der gesamten Getränkebranche sowie in angrenzenden Industriezweigen qualifiziert. Durch die Kombination aus technischer Qualifikation, rechtlichen Kenntnissen und unternehmerischem Denken erstreckt sich das Einsatzgebiet über alle Phasen der Getränkeherstellung und -vermarktung.
Typische Berufsfelder umfassen:
- Produktion, Prozesstechnik und Abfüllung in Brauereien, Saftkeltereien, Sektkellereien und Spirituosenbetrieben
- Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung und getränkechemische/mikrobiologische Analytik
- Produktentwicklung und Verfahrensoptimierung
- Getränkemarketing, Vertrieb und Produktmanagement
- Betriebs- und Anlagenleitung in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie
Besonderheiten
- Vorpraktikum: Ein 12-wöchiges Vorpraktikum ist als Zulassungsvoraussetzung vorgeschrieben.
- Praxisprojekte im Pilotmaßstab: Praktische Umsetzung theoretischer Kenntnisse direkt auf dem Campus (z. B. Bier filtrieren, Fruchtsäfte konzentrieren, Schaumwein abfüllen).
- Berufspraktisches Studium: Ein- beziehungsweise zwei integrierte praxisintensive Phasen (drei bis sechs Monate) in Unternehmen im In- oder Ausland (inklusive Option "Berufspraktisches Studium Ausland").
- Duales Studium: Ein dualer Einstieg in den Studiengang ist möglich.
- Branchenanbindung: Exkursionen (Große Exkursion) und Lehrbeiträge von Fachreferierenden aus der Industrie.
- Sprach- und Zusatzqualifikationen: Erwerb von Fachfremdsprachen (Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch) sowie Inhalte zu Wissenschaftlichem Arbeiten und Beratung/Kommunikation.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
12 Wochen Praktikum vor Studienbeginn
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester